Die Frage, ob Geld wirklich glücklich macht, beschäftigt Forscher weltweit. Eine Studie der amerikanischen Purdue University, basierend auf der Gallup World Poll, hat ermittelt, dass Spanier ab einem Einkommen von etwa 71.000 Euro brutto pro Jahr ihr Leben als besonders zufrieden bewerten. Verdient man mehr, steigt das Glücksgefühl jedoch nicht automatisch weiter.
Interessant ist, dass das ideale Einkommen stark vom Wohnort abhängt. In teuren Städten wie Madrid oder Barcelona braucht man deutlich mehr Geld, um den gleichen Komfort zu genießen wie in ruhigeren Provinzstädten. Die Lebenshaltungskosten beeinflussen also maßgeblich, wie viel das Geld wert ist.
Bis zu einer bestimmten Einkommenshöhe löst Geld essenzielle Probleme wie Miete, Lebensmittel und Schulden. Doch darüber hinaus nimmt der Glückseffekt ab. In Spanien liegt das durchschnittliche Bruttogehalt 2025 bei etwa 2.530 Euro monatlich, was weit unter der Glücksgrenze liegt. Zudem zeigt die Studie, dass nur eine Minderheit das als optimal empfundene Einkommen erreicht.
Der Unterschied wird besonders deutlich, wenn man die Mietkosten betrachtet: In Großstädten verschlingt die Miete einen großen Teil des Einkommens, während man in kleineren Städten wie Teruel oder Lugo mit weniger Geld großzügiger leben kann. Trotz höherer Löhne in Madrid und Katalonien gleichen diese die teureren Lebenshaltungskosten oft nicht aus.
Schließlich zeigt sich, dass Geld allein nicht das Maß für Glück sein kann. Spanien rangiert auf Platz 41 der internationalsten Glücksrankings, trotz Sonne und sozialer Kultur. Ein bescheiden verdienender Spanier in einer günstigen Stadt kann sich oft reicher fühlen als ein Gutverdiener mit hohen Wohnkosten in der Hauptstadt. Geld hilft, doch der Lebensort entscheidet mindestens ebenso stark über das persönliche Wohlbefinden.
Quelle: Agenturen



