Air Canada hat aufgrund der hohen Nachfrage nach der neuen Flugstrecke Montreal–Mallorca Anpassungen vorgenommen. Insbesondere Radtouristen aus Kanada haben stark gebucht, was dazu führte, dass größere Flugzeuge mit mehr Frachtraum für den Fahrradtransport eingesetzt werden. Die wöchentliche Frequenz wurde von vier auf drei Flüge reduziert, um die Ladekapazität um 5 % zu erhöhen.
Statt eines Airbus A321 (XLR) wird nun eine Boeing 787 Dreamliner eingesetzt, was mehr Sitzplätze (260 Passagiere) bietet. Diese Strecke ist eine von zwei neuen Langstrecken-Direktverbindungen nach Mallorca und wird voraussichtlich positiv verlaufen, anders als die Verbindung nach Abu Dhabi, die von den Auswirkungen des Konflikts im Iran betroffen ist.
Der Nachfragerückgang bei asiatischen Zielen verstärkt diesen Trend, da auch Länder in der Nähe der Kampfhandlungen und solche mit Zwischenlandungen im Nahen Osten betroffen sind. Die Treibstoffkrise könnte jedoch den gesamten Flugplan und die Tourismussaison beeinträchtigen, insbesondere bei einer anhaltenden Blockade der Straße von Hormus.
Derzeit profitieren Reiseziele in der westlichen Hemisphäre, insbesondere Kanada, von einer stärkeren Nachfrage, da der “Trump-Effekt” einige Reisende von den USA ablenkt.
Die Vertriebsleiterin von Air Canada, Xisca Jiménez, betont das hohe Wachstumstempo der Buchungen und die gute Nachfrage nach Flügen von Mallorca nach Montreal, obwohl der Großteil der Nachfrage aus Kanada kommt.
Der Generaldirektor für Tourismus der Regionalregierung, Miquel Àngel Rosselló, sieht in kanadischen Touristen ein Profil, das gut zum Angebot der Inseln passt. Er reiste mit der Agentur für Tourismusstrategie (AETIB) nach Kanada, um das Angebot des Archipels vorzustellen. Kanadische Reiseveranstalter zeigten großes Interesse an Reisen in der Nebensaison.
Air Canada ist offen für eine Verlängerung des Verbindungszeitraums, ähnlich wie bei der Strecke New York–Palma, wenn die Nachfrage stimmt. Die Fluggesellschaft hatte Mitte Februar ihren Flugbetrieb nach Kuba aufgrund der Energiekrise eingestellt und versucht nun, diese Lücke durch andere Strecken zu schließen.
Quelle: Agenturen





