Die städtische Verkehrsgesellschaft (EMT) von Palma auf Mallorca hat in ihren neuen 12-Meter-Elektrobussen manuelle Rampen, eine Außenbeschallungsanlage, Beschilderungen in Brailleschrift und großzügigere Platzangebote für Rollstühle eingebaut, um den Weg zu einem inklusiveren öffentlichen Nahverkehr zu ebnen.
Das städtische Verkehrsunternehmen hat Workshops und Informationsveranstaltungen mit Einrichtungen und Verbänden von Menschen mit Behinderungen organisiert, um ihnen dieneuen Ausstattungsmerkmale der Fahrzeuge vorzustellen, ihre Eindrücke einzuholen und Fragen zur Nutzung zu klären, wie die Stadtverwaltung von Palma am Dienstag (11.08.2026) mitteilte.
Zu den wichtigsten Neuerungen zählen die manuellen Rampen, die die elektrischen Rampen ergänzen und den Zugang für Rollstuhlfahrer, Menschen mit eingeschränkter Mobilität sowie Doppelkinderwagen ermöglichen.
Die Busse verfügen zudem übergeräumigere reservierte Bereiche, gekennzeichnete Vorrangplätze, Haltegriffe in Kontrastfarben und einen durchgehend niedrigen Boden, um Stufen zu vermeiden und die Fortbewegung im Innenraum zu erleichtern.
Im Bereich der Sicherheitsind zusätzliche Kameras zur Überwachung der Türen und Rampen eingebaut sowie ein akustisches Warnsystem für Fußgänger.
Die Fahrzeuge verfügen über eine Außenlautsprecheranlage, damit sehbehinderte Menschen die Linie erkennen können, sowie über ein System im Innenraum, das während der Fahrt über die nächsten Haltestellen und andere Hinweise informiert.
Ergänzt werden diese Ausstattungsmerkmale durch großformatige, kontrastreiche elektronische Außenanzeigen, Informationsbildschirme im Innenraum, barrierefreie Tasten und gelbe Elemente, um das Auffinden von Türen, Tasten und anderen häufig genutzten Bereichen zu erleichtern.
Auch die weiteren 34 neuen Busse, die seit Juni nach Palma geliefert werden, sind mit diesen Maßnahmen ausgestattet. Die Maßnahmen sind Teil des umfassenden Barrierefreiheitsplans der EMT, in dessen Rahmen mehr als 300 Haltestellen durch die Anpassung von Gehwegen und die Verlegung von taktilen Bodenmarkierungen umgerüstet wurden, wie die Stadtverwaltung mitteilte.
Darüber hinaus hat das Unternehmen rund 200 Wartehäuschen angepasst, weitere 130 barrierefreie Wartehäuschen installiert und etwa 200 Informationsanzeigen an den Haltestellen verbessert, die mit dem „Ciberpass“ der ONCE kompatible Sprachausgabesysteme umfassen.
Zudem wurden die Schriftarten, die Textgrößen und die Farbkontraste der Informationsträger in Abstimmung mit den Vertretungsorganisationen von Menschen mit Behinderungen überarbeitet.
Quelle: Agenturen





