IKEA investiert 50 Millionen Euro in “kompakte Filialen”

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IKEA plant, in den kommenden Jahren 50 Millionen Euro in die Eröffnung von 15 kompakten Filialen in spanischen Städten mit mehr als 100.000 Einwohnern zu investieren. Mit diesem Schritt will der schwedische Möbelriese die Vorteile des stationären Einzelhandels mit dem Komfort des Online-Shoppings verbinden und so ein modernes Einkaufserlebnis bieten.

Die neuen Filialen sollen eine Fläche von 2.000 bis 4.000 Quadratmetern haben und sich überwiegend in Einkaufszentren am Stadtrand befinden. Bereits seit 2023 expandiert IKEA in Spanien mit diesem kompakten Format, unter anderem in Städten wie Granada, Torrejón oder Girona. Zwischen 2027 und 2030 sollen die neuen Märkte eröffnet werden, wodurch schätzungsweise 515 neue Arbeitsplätze entstehen – durchschnittlich rund 35 pro Filiale.

Wichtig für die Standorte ist, dass sie einstöckig sind, über einen Be- und Entladebereich verfügen und ohne größere Umbauarbeiten sofort nutzbar sind. So spart IKEA Zeit und Kosten. Andreas Berg, Leiter der Expansionsabteilung, bezeichnet dieses Vorgehen als weltweite Entwicklungsinitiative, die schnellere und kostengünstigere Expansion ermöglicht und letztlich die Preise für Kunden niedrig hält. Spanien nimmt dabei eine zentrale Rolle in der internationalen Wachstumsstrategie von Ingka Group ein.

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Im Unterschied zu den großen klassischen IKEA-Megastores sind die kompakten Märkte deutlich kleiner, bieten jedoch rund 2.000 Produkte direkt zum Verkauf an. Ergänzt wird das Sortiment durch eine kleine Lebensmittelabteilung und einfache Einrichtungsberatung. Produkte, die nicht vorrätig sind, können vor Ort oder online bestellt werden, mit flexiblen Liefer- und Abholmöglichkeiten. Das Einkaufserlebnis soll so nah wie möglich an dem der großen Filialen bleiben.

Der Trend zu kleineren, stadtnahen Filialen spiegelt sich auch im Verhalten anderer Einzelhändler wider. Viele internationale Ketten, darunter die niederländische Discounterkette Action, verlegen ihre Standorte von abgelegenen Industriegebieten in belebte Einkaufszentren, um näher am Kunden zu sein. Diese Entwicklung zeigt sich als neue Normalität im spanischen Einzelhandel und stärkt die Präsenz von IKEA in den urbanen Zentren des Landes.

Quelle: Agenturen