Illegale Bebauung in Felanitx? Nix passiert?

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Terraferida hat bei der Agentur für Landschaftsschutz (ADR) den Bau von drei Wohnhäusern in Felanitx auf Mallorca, in einem als „Firella“ bekannten Gebiet innerhalb des Naturraums von besonderem Interesse (ANEI) von Sant Salvador, angeprangert.

In einer Erklärung teilte die Organisation mit, dass 1991 verschiedene Bauarbeiten auf diesem Grundstück begonnen hätten. Einige Jahre später, nachdem das Gebiet bereits zum ANEI erklärt worden war, erwarb ein deutscher Unternehmer das Grundstück und begann, es „völlig ungestraft“ zu bebauen. Auf dem Grundstück entstand laut Terraferida ein „kleiner Tourismus- und Immobilienkomplex“, der Ende der 90er Jahre beworben wurde. Zu dieser Zeit leitete die Stadtverwaltung Bußgeldverfahren ein, und ein Jahrzehnt später erstattete die GOB erneut Anzeige gegen diese Wohnhäuser. „Bereits seit mindestens 15 Jahren wurden zwei der drei Häuser an Touristen vermietet und waren im Internet buchbar“, betonte die Organisation.

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Im Jahr 2017, so heißt es weiter, leitete die Agentur für Raumordnung (ADR) die Verfahren zum Abriss der drei illegalen Häuser innerhalb des ANEI von Sant Salvador ein. In der Veröffentlichung der ADR wurde darauf hingewiesen, dass diese Gebäude als Ferienunterkünfte genutzt wurden.

Allerdings, so beklagte die Organisation, seien diese Gebäude zehn Jahre nach Einleitung des Verfahrens noch immer nicht abgerissen worden und würden nach Angaben von Anwohnern weiterhin an Touristen vermietet.

Terraferida hat geltend gemacht, dass der Eigentümer „den Abrissprozess seit Jahrzehnten so weit wie möglich hinauszögert, indem er verschiedene Rechtsmittel und Verfahren vor Gericht einlegt“. Nach Angaben der Organisation hat dies den Abriss „bis zur Lächerlichkeit“ behindert, was sich nun bereits über mehr als 35 Jahre hinzieht. Ihrer Ansicht nach zeigt dieser Fall deutlich, dass das Vorgehen der Behörden schnell und effizient sein kann, wenn es sich um Gebäude von Bürgern mit geringen Mitteln handelt, die keinen Rechtsweg beschreiten können.

Dagegen „kann es ewig dauern, wenn es um international tätige und finanzkräftige Unternehmer geht, die auf unbestimmte Zeit Dutzende von Rechtsmitteln und Klagen vor allen möglichen Instanzen einlegen können“.

Die Organisation hat die Regionalregierung dafür kritisiert, dass sie Rechtsverstöße „amnestiert“ und die Beschleunigung „aller Arten von Verfahren“ zum Bauen zulässt, aber „niemals zum Abriss städtebaulicher Missstände wie diesem“. Insgesamt forderte sie Vorschriften, die die Naturräume Mallorcas umfassend schützen, „unabhängig von der wirtschaftlichen Macht der Zuwiderhandelnden“.

Quelle: Agenturen