Die israelische Armee warnte die Libanesen am Donnerstag (04.06.2026) davor, in ihre Häuser im Süden des Landes zurückzukehren, da sie dort weiterhin „Einrichtungen und Gebäude der Hisbollah“ angreifen werde, trotz des Waffenstillstands zwischen Israel und dem Libanon, der, wie die israelische Regierung deutlich gemacht hat, sie nicht daran hindert, die schiitische Gruppe im Nachbarland weiter anzugreifen.
„Dringende Warnung an die Bewohner des Südlibanon! Die Kämpfe im Südlibanon dauern an, und die Armee greift weiterhin Einrichtungen und Gebäude der Hisbollah in ihren Dörfern und deren Umgebung an“, veröffentlichte der arabischsprachige Militärsprecher Avichay Adraee in einer Nachricht auf X.
Der Sprecher warnte die Bewohner des südlichen Libanon davor, „bis auf Weiteres“ in ihre Häuser südlich des Flusses Zahrani zurückzukehren – von wo Israel Hunderttausende Menschen vertrieben hat –, da dies ihr Leben gefährden würde.
Der unter Vermittlung von Washington erzielte Waffenstillstand ist an die Bedingung geknüpft, dass die Hisbollah ihre Angriffe auf israelisches Gebiet einstellt und ihre Operationen im Süden des arabischen Landes beendet.
Nach der Bekanntgabe erklärte der israelische Verteidigungsminister Israel Katz, der Text sehe den Verbleib der israelischen Truppen „vorerst“ im Südlibanon sowie die Fortsetzung von „Maßnahmen“ gegen die Infrastruktur der Hisbollah und die Freiheit Israels vor, auf Angriffe der bewaffneten Gruppe zu reagieren.
Das Abkommen sieht zudem den schrittweisen Abzug der israelischen Truppen aus dem Südlibanon und die Einrichtung von „Pilotzonen“ unter der Kontrolle der libanesischen Armee vor, sowie eine neue Gesprächsrunde, die für den 22. Juni geplant ist, „mit dem Ziel, eine umfassende Einigung zu erzielen“.
Die Feindseligkeiten zwischen Israel und der Hisbollah begannen am 2. März, als die schiitische Gruppe als Reaktion auf die israelische Offensive im Iran israelisches Gebiet angriff, was eine heftige Reaktion Israels mit einer Invasion des Südens des Nachbarlandes und Bombardements dieses Gebiets sowie der Hauptstadt auslöste, bei denen mehr als 3.500 Menschen ums Leben kamen.
Quelle: Agenturen





