Die Herausforderung des Wohnungskaufs in spanischen Städten

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Der Erwerb einer Immobilie in Valencia und anderen spanischen Provinzhauptstädten wird für viele immer schwieriger. Nicht die monatliche Hypothekenrate, sondern vor allem die hohe Summe, die für Anzahlung und Kaufnebenkosten im Voraus benötigt wird, stellt die größte Hürde dar. Wer eine 90 Quadratmeter große Wohnung in Valencia kaufen möchte, muss durchschnittlich über 85.000 Euro Ersparnisse vorweisen können, um eine Bankfinanzierung zu erhalten.

Der durchschnittliche Kaufpreis für eine solche Wohnung liegt laut pisos.com bei etwa 285.634 Euro. Banken finanzieren in der Regel maximal 80 Prozent des Kaufpreises, sodass die Käufer 20 Prozent Eigenkapital aufbringen müssen. Hinzu kommen rund 10 Prozent Nebenkosten für Steuern, Notar, Grundbuchamt und weitere Gebühren. Daher summiert sich der erforderliche Betrag auf fast 86.000 Euro.

Auch in anderen Städten der Comunitat Valenciana, wie Alicante (rund 70.600 Euro) und Castellón (etwa 42.400 Euro), sind die Anforderungen an das Eigenkapital hoch. Selbst in günstigeren Regionen wie Jaén sind noch über 34.000 Euro nötig. Dies macht deutlich, wie schwer es gerade in wirtschaftlich dynamischen und arbeitsmarktreichen Städten ist, den Zugang zum Wohnungsmarkt zu schaffen.

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Das Dilemma ist für viele Käufer, insbesondere junge Menschen, groß: Entweder sie ziehen in günstigere, aber arbeitsmarktferne Regionen oder sie können sich die Immobilien in den wirtschaftsstarken Städten schlicht nicht leisten. Das Ansparen einer so hohen Summe ist für viele ohne familiäre Unterstützung kaum möglich. Dies führt dazu, dass viele potenzielle Käufer bereits an der Anfangsfinanzierung scheitern, noch bevor sie eine Hypothek beantragen können.

Die Folge zeigt sich auch im Marktgeschehen: Trotz großer Nachfrage sinkt die Zahl der Immobilienverkäufe in der Comunitat Valenciana bereits seit Monaten. Die hohen Einstiegshürden bremsen damit den Markt spürbar aus und werfen ein Schlaglicht auf die zunehmende Unerschwinglichkeit von Wohnraum in den wirtschaftlich attraktivsten Regionen Spaniens.

Quelle: Agenturen