Ein französisches Start-up eröffnet im Einkaufszentrum Porto Pi einen temporären Laden: Kunden kaufen verschlossene, nicht zugestellte Pakete nach Gewicht – zehn Minuten zum Stöbern, Preise ab 2,29 € pro 100 g.
Pop-up mit Überraschungen: King Colis verkauft nicht zugestellte Pakete im Porto Pi. Von Dienstag bis Samstag folgen Neugierige und Sparfüchse dem Prinzip der Wundertüte. Das französische Unternehmen King Colis hat für wenige Tage einen temporären Laden eröffnet, in dem verschlossene Sendungen aus dem Onlinehandel angeboten werden, die aus verschiedenen Gründen nie ihr ursprüngliches Ziel erreichten.
Hinter dem Angebot steht die Idee, Waren vor der Vernichtung zu bewahren. King Colis sammelt Sendungen, deren Empfänger aus unterschiedlichen Gründen nicht beliefert werden konnten; die ursprünglichen Käufer haben laut Firmenangaben bereits Erstattungen erhalten. Statt die Artikel zu entsorgen, versucht das Start-up, ihnen eine zweite Chance zu geben – online und mit Pop-up-Stores wie dem in Palma.
Das Unternehmen, 2023 gegründet, ist inzwischen in mehreren europäischen Ländern aktiv und gibt an, regelmäßig Zehntausende Kilo wieder in Umlauf zu bringen. Für Mallorca bietet das Format ein paar Vorteile: Es zieht Menschen in ein Einkaufszentrum, sorgt für Gesprächsstoff unter Anwohnern und Touristen und reduziert Abfallmenge, die andernfalls wegfallen würde.
Da die Waren ungeöffnet verkauft werden, empfiehlt sich ein prüfender Blick auf Belege und Garantien nach dem Kauf. Defekte oder sicherheitsrelevante Produkte müssen nach geltendem Recht entsprechend behandelt werden; wer unsicher ist, kann beim Verkäufer nach Rückgabe- oder Gewährleistungsmodalitäten fragen. Es macht sichtbar, wie viel Handel und Logistik hinter einer einzigen Onlinebestellung stecken – und wo Fehler passieren können.
Quelle: Agenturen





