Sechs gerettete Tiger finden neues Zuhause in Spanien

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Die Stiftung AAP hat sechs Tiger aus einem deutschen Gewerbegebiet gerettet, wo sie jahrelang unter schlechten Bedingungen zu Unterhaltungszwecken gehalten wurden. Nach der Rettung am 1. Juli im Bundesland Sachsen ziehen die Tiere nun in die Auffangstation AAP Primadomus in Villena, Spanien, um, wo sie ein artgerechtes und sicheres neues Leben erwarten dürfen.

Die geretteten Tiere sind die Tigerin Saphira und ihre fünf Jungen: Goliath, Zimba, Davina, Radscha und Bombay. Die Behörden beschlagnahmten sie, da die Haltungsbedingungen nicht den gesetzlichen Anforderungen entsprachen und die Besitzerin nicht die erforderlichen Papiere besaß. Ein dramatischer Vorfall, bei dem ein Tiger von dem Gelände entkam und einen Pfleger schwer verletzte, führte zu einem schnellen Polizeieinsatz, bei dem das Tier erschossen wurde. Dieser Vorfall beschleunigte die rechtlichen Schritte zur Rettung der übrigen Tiger.

Das spanische Auffangzentrum AAP Primadomus ist seit über fünfzehn Jahren auf die Versorgung von Großkatzen spezialisiert. Für die Tiger steht nach der vorgeschriebenen Quarantäne ein großzügiges Freigehege von 3.000 Quadratmetern bereit, das weit über den deutschen gesetzlichen Anforderungen liegt. Dort finden die Tiere Bäume, Sträucher, Wasserbecken und Verstecke, um ein möglichst naturnahes Umfeld zu erleben.

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Die private Haltung von Tigern ist in Deutschland derzeit gesetzlich kaum reguliert, was ein erhebliches Tierschutz- und Sicherheitsproblem darstellt. Die AAP fordert deshalb klare und präventive Vorschriften. Auch in Spanien werden exotische Tiere immer wieder illegal gehalten, doch dort greifen Umweltbehörden regelmäßig durch und arbeiten mit Experten zusammen, um artgerechte Lösungen zu finden.

Die zwei verbleibenden Tiger auf dem deutschen Gelände könnten ebenfalls gerettet werden, sobald die rechtlichen Voraussetzungen geschaffen sind. Fachliche Untersuchungen zeigen, dass eine dauerhafte artgerechte Unterbringung oft besser ist als eine Auswilderung, besonders bei Tieren, die nie in Freiheit leben mussten.

Saphira und ihre Jungen stehen damit am Anfang eines neuen Lebensabschnitts in Villena, wo sie endlich in Ruhe und Sicherheit leben dürfen.

Quelle: Agenturen