Die Mandelproduktion auf den Balearen wird im Wirtschaftsjahr 2026/2027 voraussichtlich um 12,6 Prozent sinken. Dies geht aus der ersten Ernteprognose des Nusssektors hervor. Es wird geschätzt, dass die lokale Produktion bei etwa 360 Tonnen Mandeln liegen wird, verglichen mit 412 Tonnen im Vorjahr.
Diese Berechnung bedeutet auch einen Rückgang von 31 Prozent im Vergleich zum Durchschnitt der letzten fünf Jahre, wie Daten des Regionalverbands für Trockenfrüchte zeigen.
Jerònima Bonafé, Präsidentin von Cooperatives Agro-alimentàries Illes Balears, erklärt, dass diese Prognose die schwierige Lage des Sektors widerspiegelt. Faktoren wie Xylella Fastidiosa, die Auswirkungen des Klimawandels, die Abwanderung vom Land aufgrund fehlender Nachfolger und der Bebauungsdruck auf den Balearen tragen dazu bei.
Bezüglich der Anbaufläche prognostiziert man für die kommende Saison eine Fläche von 8.729 Hektar für Trockenfrüchte. Im Gegensatz zu den Balearen wird auf nationaler Ebene ein Anstieg von 6,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr und ein Plus von 33 Prozent im Vergleich zum Fünfjahresdurchschnitt erwartet.
Die Veröffentlichung dieser Schätzungen erfolgte im Rahmen des Nationalen Panels für Schalenfrüchte des Projekts Redes TECO, das derzeit auf Mallorca stattfindet. Im Rahmen des Projekts wurden Betriebe und die Mandelverarbeitungsindustrie von Camp Mallorquí besucht, um die Produktionsbedingungen vor Ort kennenzulernen.
Redes TECO ist ein Projekt des Ministeriums für Landwirtschaft, Fischerei und Ernährung, das von Tragsa entwickelt wurde. Ziel ist es, ein Informationssystem mit technisch-wirtschaftlichen Daten zu verschiedenen Produktionssystemen für Schalenfrüchte im gesamten Staatsgebiet zu schaffen.
Cooperatives Agro-alimentàries Illes Balears betont die Bedeutung der Einbeziehung von Betrieben auf den Inseln in solche Projekte. Diese Betriebe haben mit den Kosten der Insellage zu kämpfen und weisen oft Besonderheiten in Bezug auf Produktionssysteme, Sorten, Krankheiten und den Verlust von Anbaufläche durch Xylella fastidiosa auf. Auch die Alterung der Plantagen, die Produktionskosten und die Schwierigkeiten bei der Rentabilität spielen eine Rolle.
Jerònima Bonafé hebt hervor, dass die Veranstaltung des Nationalen Panels auf Mallorca eine Gelegenheit bietet, die spezifische Realität der Inseln zu vermitteln.
Quelle: Agenturen




