Das öffentliche Gesundheitssystem der Balearen steht weiterhin unter zunehmendem Druck. Die durchschnittliche Wartezeit für einen chirurgischen Eingriff liegt laut Daten von Ib-Salut bereits bei 116,11 Tagen, was einem Anstieg von 19,99 % gegenüber dem Vorjahr entspricht.
Insgesamt warten derzeit 17.046 Menschen auf eine Operation, was einem Anstieg von 22,6 % im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Besonders auffällig ist die Zunahme der Fälle mit besonders langen Wartezeiten: 3.811 Patienten warten seit mehr als einem halben Jahr, fast doppelt so viele wie vor zwölf Monaten.
Unter den Patienten mit mittleren Wartezeiten warten 923 Personen zwischen 150 und 180 Tage, was ebenfalls einen Anstieg von 26,6 % bedeutet.
Nach Krankenhäusern betrachtet konzentriert sich die größte Belastung auf Son Espases mit 6.430 ausstehenden Patienten, gefolgt von Son Llàtzer (3.307), Can Misses (2.368), Mateu Orfila (1.759), Hospital de Manacor (1.856), Inca (1.295) und Formentera (31). Bei Facharztterminen beträgt die durchschnittliche Wartezeit 65,82 Tage, 10,1 % mehr als im Vorjahr.
Die Zahl der Patienten auf der Warteliste liegt bereits bei über 93.000, wobei 93.270 Personen auf einen Termin warten. Zudem warten 38.335 Patienten seit mehr als 60 Tagen auf einen Ersttermin, was einem Anstieg von 45,3 % entspricht. Im Gegensatz dazu ist die Zahl der Fälle, bei denen die Wartezeit ein Jahr überschreitet, auf 249 gesunken, was einem Rückgang von 66,6 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum entspricht.
Der Bericht spiegelt somit einen allgemeinen Anstieg des Versorgungsdrucks wider, wobei die meisten Indikatoren steigen und sich die extrem langen Wartezeiten für Facharzttermine nur geringfügig verbessern.
Quelle: Agenturen




