„Menys turisme, més vida“ hat den Rücktritt des Regierungsbeauftragten auf den Balearen, Alfonso Rodríguez, gefordert, und zwar wegen des Einsatzes der Nationalpolizei während der Demonstration, die am Sonntag (26.07.2026) in Palma auf Mallorca gegen die touristische Überlastung stattfand, da man der Ansicht ist, dass es zu einem „unverhältnismäßigen“ Vorgehen gegen die Demonstranten gekommen sei.
In einer am Montag veröffentlichten Erklärung hält die Plattform fest, dass an der Demonstration mehr als 70.000 Menschen teilnahmen (25.000 laut Polizei) und sie friedlich von der Plaza de España bis nach Ses Voltes verlief, wo der Abschluss der Protestaktion geplant war. Den Organisatoren zufolge verwehrte die Nationalpolizei den Zugang zu „Ses Voltes“ unter Berufung auf Sicherheitsgründe, obwohl das Gelände nicht einmal zur Hälfte ausgelastet war.
Die Plattform gibt an, dass es zu ersten Polizeieinsätzen kam, als einige Demonstranten versuchten, das Gelände zu betreten, und dass anschließend während der Verlesung des Manifests Beamte der Nationalpolizei gegen die versammelten Menschen vorgingen. Sie behauptet außerdem, dass es nach Beendigung der Demonstration zu weiteren Polizeieinsätzen auf der Avenida Antoni Maura und am Anfang des Passeig del Born kam, bei denen Dutzende Menschen verletzt wurden, darunter ein Journalist.
„Menys turisme, més vida“ prangert an, dass das Vorgehen der Polizei „unverhältnismäßig“ gewesen sei und dass die Vorstöße ohne Vorwarnung begannen, ohne dass die Rettungsdienste darauf vorbereitet waren, die Verletzten zu versorgen. Auf politischer Ebene fordert die Plattform Erklärungen für die Geschehnisse und verlangt den Rücktritt des Regierungsbeauftragten, dem sie die Verantwortung für den während der Demonstration eingesetzten Polizeieinsatz zuschreibt.
Zudem kritisiert die Organisation das Vorgehen der Stadtverwaltung von Palma wegen der Schwierigkeiten bei der Durchführung des Abschlussaktes der Demonstration und weist darauf hin, dass die Organisatoren zwei Tage zuvor über die Beschränkung des Zugangs zu „Ses Voltes“ auf maximal 2.000 Personen informiert wurden und dass weder Alternativen noch einige angeforderte Hilfsmittel, wie beispielsweise eine Stromversorgungsstelle, bereitgestellt wurden.
Die Esquerra Unida (EU) der Balearen hat ihrerseits gefordert, dass die Vorfälle aufgeklärt und die Verantwortlichen zur Rechenschaft gezogen werden. Die Partei erklärte in einer Pressemitteilung, die Kundgebung sei ein „durchschlagender Erfolg“ gewesen. Laut EU verlief der Protest friedlich, bis es zu den Polizeieinsätzen kam, die „absolut unverhältnismäßig“ waren und bei einer Versammlung, bei der die Bürger ihr Demonstrationsrecht ausübten, Verletzte hinterließen.
Quelle: Agenturen



