Ab dem Jahr 2026 gelten für Touristen aus Nicht-EU-Ländern, die nach Spanien einreisen, verschärfte Nachweispflichten hinsichtlich ihrer finanziellen Mittel. Das spanische Außenministerium hat den Mindestbetrag erhöht, den Reisende bei der Einreise an der Grenze vorweisen müssen, um sicherzustellen, dass sie ihren Aufenthalt eigenständig finanzieren können.
Die neue Regelung orientiert sich an zehn Prozent des spanischen gesetzlichen Mindestlohns (Salario Mínimo Interprofesional), der zum Jahr 2026 angehoben wird. Daraus resultiert ein Nachweis von 122,10 Euro pro Person und Tag. Zudem gibt es eine Mindestgrenze: Unabhängig von der Reisedauer müssen mindestens 1.098,90 Euro vorgezeigt werden. Das bedeutet, wer nur für wenige Tage reist, muss trotzdem diesen Grundbetrag nachweisen.
Für Familien summiert sich die Summe schnell, da jeder Erwachsene den vollen Betrag separat nachweisen muss, während Kinder unter die finanzielle Absicherung der Eltern fallen. Bei zwei Erwachsenen können so leicht über 2.000 Euro erforderlich sein.
Der Nachweis muss nicht in bar erfolgen. Akzeptiert werden Bargeld, Reiseschecks und Kreditkarten, jedoch nur in Kombination mit einem aktuellen schriftlichen Kontoauszug oder einem offiziellen Schreiben der Bank. Ein einfacher Online-Kontoauszug oder eine mündliche Erklärung reicht nicht aus. Zudem ist bei Bargeldbeträgen ab 10.000 Euro die Meldepflicht zu beachten.
Die Grenzbeamten können die finanziellen Nachweise jederzeit verlangen. Wird der Nachweis nicht erbracht, kann die Einreise verweigert werden – selbst wenn Reisepass und Unterkunftsreservierung gültig sind. Diese Maßnahme soll vor allem sicherstellen, dass Touristen ihren Aufenthalt eigenständig finanzieren und nicht auf staatliche Unterstützung angewiesen sind.
Mit dieser Anpassung setzt Spanien eine klare finanzielle Voraussetzung für die Einreise von Nicht-EU-Touristen, die sich an den aktuellen wirtschaftlichen Bedingungen orientiert und somit eine realistische Einschätzung der Lebenshaltungskosten widerspiegelt.
Quelle: Agenturen





