Die Preise für Rohöl stiegen am Mittwoch (22.04.2026) und machten die Verluste wieder wett, die nach Bekanntwerden der Nachrichten über bewaffnete Angriffe auf mindestens drei Containerschiffe in der Straße von Hormus und den mangelnden Fortschritten bei den Friedensverhandlungen zwischen den USA und dem Iran entstanden waren.
Um 10.49 Uhr GMT legten die Brent-Öl-Futures um 73 Cent oder 0,7 % auf 99,21 Dollar pro Barrel zu, und die West Texas Intermediate (WTI)-Futures in den USA stiegen um 59 Cent oder 0,7 % auf 90,26 Dollar. Beide Referenzwerte legten am Dienstag um fast 3 % zu.
Mindestens drei Containerschiffe wurden am Mittwoch in der Straße von Hormus beschossen. Die Marine der iranischen Revolutionsgarde beschlagnahmte zwei Schiffe wegen angeblicher Verstöße gegen die Seerechte und brachte sie an die iranische Küste, wie die halbstaatliche Nachrichtenagentur Tasnim berichtete. Der Iran und die Vereinigten Staaten haben Beschränkungen für Schiffe verhängt, die die Meerenge passieren, durch die bis zum Ausbruch des Krieges Ende Februar rund 20 % der weltweiten Öl- und Flüssigerdgaslieferungen transportiert wurden.
Zuvor hatte US-Präsident Donald Trump angekündigt, den Waffenstillstand mit dem Iran auf unbestimmte Zeit zu verlängern, wenige Stunden bevor dieser auslaufen sollte. Keine der beiden Seiten nahm an den Friedensgesprächen in Pakistan teil.
Die Ankündigung des Waffenstillstands schien einseitig zu sein, und es war zunächst unklar, ob der Iran oder Israel – ein Verbündeter Washingtons – einer Verlängerung der vor zwei Wochen begonnenen Waffenruhe zustimmen würden.
In Europa erklärte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj, dass die Druzhba-Pipeline, die russisches Öl transportiert, bereit sei, den Betrieb wieder aufzunehmen. Drei Branchenquellen gaben jedoch an, dass Moskau plane, die Ölexporte aus Kasachstan nach Deutschland über diese Leitung ab dem 1. Mai einzustellen.
Im weiteren Verlauf des Handelstages plant die US-Energieinformationsbehörde(EIA) die Veröffentlichung der wöchentlichen Lagerdaten. Die Rohölvorräte sanken in der vergangenen Woche um 4,5 Millionen Barrel, während die Bestände an Benzin und Destillaten ebenfalls zurückgingen, wie Marktquellen unter Berufung auf Zahlen des American Petroleum Institute mitteilten.
Quelle: Agenturen





