Die Ansammlung von Posidonia oceanica, einer Meerespflanze, am Ufer der Strände von Muro hat bei Badegästen vermehrt zu Unmut geführt. Viele Besucher beklagen, dass sie aufgrund der dichten Ablagerungen auf kilometerlangen Sandabschnitten kaum ins Wasser gelangen können. Zudem sorgt der Geruch der verrottenden Pflanzen für eine unangenehme Atmosphäre.
Die betroffenen Bilder stammen insbesondere vom unberührten Strandabschnitt Es Comú, der zum Naturpark s’Albufera gehört. Dieser Bereich steht unter strengen Umweltschutzvorschriften, die das Entfernen der Posidonia-Reste stark einschränken. Nach dem Dekret 25/2018 der Balearischen Regierung sowie dem Managementplan des Schutzgebiets ist es wichtig, die natürliche Ansammlung der Posidonia zu bewahren. Dies dient dazu, die Küstendynamik zu erhalten und Erosionsprozesse zu verhindern.
Die geltenden Vorschriften erlauben den Gemeinden nur in Ausnahmefällen das Entfernen der Pflanzen, etwa bei Gesundheits- oder Sicherheitsrisiken, und immer nur nach Genehmigung durch das Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt. Im Fall von Es Comú – einem Gebiet mit Dünen, das besonders geschützt ist – ist die Entfernung aus ästhetischen oder touristischen Gründen nicht zulässig. Die Brandung spült zudem regelmäßig große Mengen der Meerespflanze an den Strand, was die Erwartungen der Badegäste enttäuscht, aber aus ökologischer Sicht notwendig und sinnvoll ist.
Zusammenfassend zeigt sich hier ein Spannungsfeld zwischen dem Schutz der empfindlichen Küstenökosysteme und den Bedürfnissen der Besucher. Der Erhalt der Posidonia-Reste ist entscheidend für die Stabilität der Küste und den Schutz der Natur, auch wenn dies kurzfristig mit Einschränkungen bei der Nutzung des Strandes verbunden ist.
Quelle: Agenturen





