Brustimplantate können bei sehr seltenen Fällen mit einem speziellen Lymphom, dem sogenannten „Brustimplantat-assoziierten anaplastischen großzelligen Lymphom“ (BIA-ALCL), in Verbindung stehen. Obwohl diese Erkrankung selten auftritt, ist es wichtig, die möglichen Symptome zu kennen und frühzeitig ärztlichen Rat einzuholen.
Die spanische Arzneimittel- und Gesundheitsbehörde (AEMPS) hat seit 2012 bis Ende 2025 insgesamt 111 Fälle von Lymphomen im Zusammenhang mit Brustimplantaten bestätigt, davon drei auf den Balearen. Der Facharzt für Präventivmedizin Joan Carles March betont, dass die Zahl der betroffenen Patientinnen sehr gering ist und diese Erkrankung meist zwischen sieben und zehn Jahren nach der Implantation auftritt.
Wichtige Symptome
Vergrößerung der Brust mehrere Jahre nach dem Eingriff
Flüssigkeitsansammlungen um das Implantat
Anhaltende Schmerzen oder Spannungsgefühle
Das Auftreten von Knoten in der Brust oder Achselhöhle
Veränderungen der Brustform
Falls eines dieser Symptome auftritt, sollte unbedingt ein Arzt konsultiert werden. Es ist außerdem ratsam, regelmäßige Kontrolluntersuchungen bei Chirurgen oder Fachärzten wahrzunehmen und die Implantatunterlagen aufzubewahren, um Marke und Modell zu kennen.
Gesundheitsbehörden raten, Implantate nicht vorsorglich zu entfernen, wenn keine Symptome vorliegen. Besonders bei texturierten Implantaten, die mit einer höheren Zahl von Fällen in Verbindung gebracht wurden, ist es wichtig, das Risiko bei Kontrolluntersuchungen zu besprechen, jedoch ohne eine systematische Entfernung symptomfreier Implantate.
Zusammenfassend ist das Risiko für ein Lymphom bei Brustimplantaten niedrig, doch sollten Frauen wachsam bleiben, auf Symptome achten und regelmäßige ärztliche Kontrollen wahrnehmen, um frühzeitig reagieren zu können.
Quelle: Agenturen





