In Spanien haben die Kraftstoffpreise einen neuen Höhepunkt erreicht. Für das Tanken eines 55-Liter-Dieseltanks müssen Autofahrer aktuell mehr als 100 Euro bezahlen – ein Rekord, der seit April nicht mehr verzeichnet wurde. Auch Benzin erreicht mit Preisen um 1,705 Euro pro Liter den höchsten Stand seit mehreren Monaten, was viele Pendler und Urlauber inmitten des verkehrsreichsten Monats August stark belastet.
Der Preisanstieg ist eng mit politischen Entscheidungen verbunden. Ende Juni hob die spanische Regierung die vorübergehende Mehrwertsteuerermäßigung auf Kraftstoffe auf, die ursprünglich eingeführt wurde, um Haushalte in Zeiten globaler Krisen zu entlasten. Diese Maßnahme führte in den vergangenen sieben Wochen zu einem kontinuierlichen Anstieg der Preise. Während der Rabatt auf die Verbrauchsteuer für Kraftstoffe (IEH) nur teilweise erhalten blieb, erhöhte die Regierung jüngst sogar den Dieselrabatt, um die Kosten abzumildern.
Eine volle Dieseltankfüllung kostet derzeit etwa 100,54 Euro, was einem Zuwachs von über 22 Euro im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Benzin ist mit knapp 93,77 Euro pro Tankfüllung ebenfalls deutlich teurer geworden. Seit Beginn der Steueränderungen verteuerten sich Dieselpreise um rund 21,5 Prozent, Benzinpreise um etwa 18,5 Prozent.
Trotz der jüngsten Preissprünge bleibt Spanien im europäischen Vergleich relativ günstig. Während der Durchschnittspreis für bleifreies Benzin in der EU bei etwa 1,923 Euro liegt, kostet Benzin in Spanien derzeit 1,705 Euro pro Liter. Diesel ist in Spanien mit 1,828 Euro pro Liter ebenfalls günstiger als der EU-Durchschnitt von 2,033 Euro.
Die anhaltende geopolitische Unsicherheit und die politischen Maßnahmen in Madrid lassen vermuten, dass die Preise vorerst hoch bleiben könnten. Für viele Verbraucher bedeutet dies, dass sie sich auf eine Phase steigender Kraftstoffkosten einstellen müssen – gerade in einer Zeit, in der Mobilität besonders gefragt ist.
Quelle: Agenturen



