Ryanair plant Lohnstopp und kleinere Besatzungen

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Die steigenden Treibstoffpreise setzen auch Europas größte Billigfluggesellschaft, Ryanair, unter Druck. Um ihre Kosten besser zu kontrollieren, prüft das Unternehmen aktuell Maßnahmen wie einen vorübergehenden Lohnstopp sowie den Einsatz kleinerer Kabinenbesatzungen. Besonders für beliebte Ziele wie Spanien könnten diese Pläne spürbare Veränderungen für Reisende mit sich bringen.

Laut Unternehmensangaben und spanischen Medienberichten möchte Ryanair ihre Kosten vor allem beim Personal drücken. In den Tarifverhandlungen sollen ein Gehaltsstopp und weniger Besatzungsmitglieder pro Flugzeug festgeschrieben werden. Dies soll die gestiegenen Kerosinpreise abfedern. Ergänzend erwägt Ryanair den verstärkten Einsatz von künstlicher Intelligenz sowie mehr Verhandlungsspielraum mit Flughäfen, um weitere Einsparungen zu erzielen. Noch ist keine dieser Maßnahmen beschlossen.

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Kurzfristige Auswirkungen auf den Bordservice sind möglich, denn weniger Personal an Bord kann sich auf die Betreuung auswirken. Für Reisende nach Spanien und andere Ziele dürfte jedoch vor allem eines ins Gewicht fallen: höhere Ticketpreise. Vorstandschef Michael O’Leary rechnet damit, dass die Preise nächstes Jahr deutlich steigen werden – ein Preisanstieg um 5 bis 10 Euro je Ticket gilt als realistisch.

Ryanair zeigte sich zuletzt trotzdem widerstandsfähig: Der Gewinn lag im ersten Halbjahr trotz 15 Prozent Rückgang immer noch bei 2,147 Milliarden Euro, die Passagierzahlen stiegen sogar an. Dennoch bleiben hohe Energiekosten ein Schwachpunkt. Mit der Einführung sparsamerer Flugzeuge ab 2027 und der aktuellen Strategie hofft das Unternehmen, seine Position zu festigen.

Für Fluggäste bleibt das Reisen mit Billigairlines spannend: Effizienzdruck und die Entwicklungen in der Luftfahrt könnten sowohl Preis als auch Service nachhaltig beeinflussen.

Quelle: Agenturen