Schleuserbanden versuchen Migranten von Ceuta aufs spanische Festland zu bringen

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Die Asociación Unificada de Guardias Civiles (AUGC) hat am Mittwoch (19.08.2026) berichtet, dass Menschenschmuggler bereits versuchen, Migranten von Ceuta auf das spanische Festland zu bringen – eine Situation, die die Vereinigung nach der „Verhinderung“ der Abfahrt eines Bootes mit neun Personen festgestellt hat.

Diese Vorfälle sollen sich in den frühen Morgenstunden des Montags an den Klippen von La Sirena ereignet haben, wie die AUGC in einer Erklärung mitteilte. Darin erläutert sie, dass die Schleusernetzwerke nicht nur Überfahrten nach Ceuta oder Melilla organisieren, sondern diese Städte auch als „Transitplattform“ für den Transport auf das spanische Festland nutzen. Auf diese Weise, so heißt es weiter, würden die Grenzkontrollen an Land umgangen und Zeit gegenüber anderen Überwachungsmaßnahmen gewonnen.

Nach Angaben des Verbandes der Guardia Civil war das am Montag abgefangene Boot direkt in Richtung der Küsten des spanischen Festlands in See gestochen, mit sieben Migranten an Bord und vermutlich zwei Kapitänen an der Kommando.

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„Diese Information bestätigt, dass die kriminellen Organisationen ihre Vorgehensweise angepasst haben und die nordafrikanische Küste als Ausgangspunkt für die Seereise in Richtung des Festlands nutzen – ein Modell, das das Lebensrisiko der Insassen vervielfacht und eine verstärkte Reaktion seitens des Staates erfordert“, erklärte er.

Die Ereignisse ereigneten sich, als Beamte der Kommandantur von Ceuta gegen 08:05 Uhr mit Hilfe von Ferngläsern eine Gruppe von sieben oder acht Personen am Meer beobachteten, in deren Nähe sich zwei orangefarbene Kanister befanden, die auf Kraftstoff hindeuteten.

Nach Angaben der AUGC stieg diese Gruppe zum Gebäude „La Sirena“ hinauf, wo sie etwa fünfzehn bis zwanzig Minuten lang mit Mobiltelefonen hantierte, was aufeine Abstimmung mit der für den Transport zuständigen Organisation hindeutete.

Anschließend stieg die Gruppe auf der gegenüberliegenden Seite der Klippe, außerhalb der Sichtweite der Beamten wieder hinunter zum Ufer, und wenige Minuten später umrundeten drei Personen die Klippe, holten die Kanister ein und verschwanden. Kaum drei Minuten später lief ein weißes Freizeitboot aus Glasfaserverbundstoff direkt in Richtung der Halbinsel aus.

Der gesamte Vorgang wurde in Echtzeit an die Einsatzzentrale (COS) übermittelt, die umgehend den Seerettungsdienst alarmierte.
Ein Patrouillenboot erreichte den Ort bereits vier Minuten nach dem Ablegen, und als der Kapitän dessen Anwesenheit bemerkte, versuchte er, durch „Ausweichmanöver“ an Land zurückzukehren; in diesem Moment sprangen zwei Insassen ins Wasser; kurz darauf kenterte das Boot, und die übrigen Insassen fielen ins Meer.

Der Einsatz endete mit der Festnahme von zwei mutmaßlichen Kapitänen und sieben Migranten, wobei keine schwerverletzten Personen gemeldet wurden.

Quelle: Agenturen