Spanien führt neue Kontrollen ein

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Wenn Sie als Einwohner Spaniens oder als Urlauber regelmäßig in Spanien unterwegs sind, haben Sie es wahrscheinlich schon bemerkt. Es scheint plötzlich häufiger kontrolliert zu werden, auch wenn nicht immer sofort klar ist, wo genau diese Kontrollen stattfinden. Das ist kein Zufall. Hinter den Kulissen wird nämlich mit neuen Geräten gearbeitet, die im Straßenverkehr deutlich weniger auffallen.

Die spanische Verkehrsbehörde DGT setzt zunehmend mobile Geschwindigkeitsmessgeräte ein, die man nicht sofort als solche erkennt. Man sieht keine großen Blitzgeräte am Straßenrand oder auffällige Kameras über der Fahrbahn, sondern kompakte Geräte, die fast in der Umgebung verschwinden. Sie stehen manchmal am Straßenrand, werden an einer Leitplanke montiert oder tauchen an Stellen auf, an denen man sie eigentlich gar nicht erwartet.

Das verändert die Art und Weise, wie wir fahren. Viele Autofahrer haben im Laufe der Jahre unbewusst Gewohnheiten entwickelt, wie zum Beispiel kurz vor einem bekannten Blitzgerät abzubremsen, um danach wieder zu beschleunigen. Wenn wir ehrlich sind, erkennen wir dieses Verhalten alle wieder. Genau diese Routine will man nun durchbrechen. Laut Berichten der Zeitung elDiario setzt die DGT deshalb bewusst auf einen Ansatz voller Abwechslung und Überraschungen. Die Kontrollen gibt es nach wie vor, aber man sieht sie einfach nicht mehr immer kommen.

Auffällig ist, dass der Fokus vor allem auf den Nebenstraßen liegt. Das sind oft die Strecken, auf denen man entspannt fährt, weniger Verkehr antrifft und dadurch manchmal unmerklich etwas schneller wird. Gleichzeitig sind dies die Straßen, auf denen relativ viele Unfälle passieren. Die Zahlen zeigen, dass das Risiko dort oft größer ist als auf den Autobahnen.

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Die gewohnten Kontrollen verschwinden übrigens nicht. Feste Radarkameras bleiben einfach stehen und auch Abschnittsüberwachungen bleiben aktiv. Der große Unterschied liegt in der Kombination. Wo man früher genau wusste, an welchen Stellen man besonders aufmerksam sein musste, ist das jetzt viel schwieriger geworden.

Es fühlt sich ein bisschen so an, als wären die Spielregeln geändert worden. Für manche Fahrer wird das sicherlich etwas gewöhnungsbedürftig sein, vielleicht sogar ein wenig frustrierend. Schließlich steigt die Wahrscheinlichkeit einer Geldstrafe, wenn man so weiterfährt wie bisher. Dennoch ist das Ziel dahinter ganz klar: weniger Unfälle und weniger Opfer. Betrachtet man es so, ist es durchaus verständlich, dass man sich für Mittel entscheidet, die wirklich Wirkung zeigen, auch wenn sie weniger gut sichtbar sind.

Was merkt man davon in der Praxis? Vor allem, dass die Vorhersehbarkeit weg ist. Auf dieser ruhigen Straße, auf der man normalerweise nie eine Kontrolle gesehen hat, kann jetzt plötzlich eine Kamera stehen. Und das passiert nicht nur einmal, sondern zu wechselnden Zeitpunkten. Es scheint, als wolle man vor allem erreichen, dass man überall die gleiche Geschwindigkeit einhält: ordentlich innerhalb des Limits, ohne Ausnahmen.

Quelle: Agenturen