Spanien: Rekordzahl an “Gamern”

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Spanien erlebt einen bemerkenswerten Anstieg der Spielerzahlen, doch gleichzeitig verzeichnet die Videospielbranche erstmals seit Jahren einen Rückgang der Umsätze. Der aktuelle Bericht der Asociación Española de Videojuegos (AEVI) für das Jahr 2025 zeigt, dass 54 Prozent der Spanier zwischen 6 und 75 Jahren gelegentlich spielen – das entspricht fast 23 Millionen Menschen. Zugleich sank der Branchenumsatz um 3,2 Prozent auf 2,293 Milliarden Euro.

Erstmals werden in der Statistik auch die 66- bis 75-Jährigen berücksichtigt, was den Zuwachs bei den Spielerzahlen mit beeinflusst. Rund sieben Prozent der Gamer sind mittlerweile älter als 65 Jahre, während die größte Gruppe weiterhin zwischen 25 und 44 Jahre alt ist. Interessant ist die Geschlechterverteilung: 51 Prozent der Spieler sind Männer, 48,5 Prozent Frauen und ein kleiner Anteil identifiziert sich als nicht-binär.

Die beliebtesten Plattformen sind Mobiltelefone und Tablets mit 18 Millionen Nutzern, gefolgt von Spielkonsolen (11,3 Millionen) und Computern (6,9 Millionen). Im Durchschnitt verbringen Spieler 8,5 Stunden pro Woche mit Gaming, was leicht über den Vorjahren liegt.

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Der Umsatzrückgang bei gleichzeitig steigenden Nutzerzahlen stellt eine Herausforderung für die Branche dar. Der digitale Markt, der den Großteil des Umsatzes ausmacht, sank um 4 Prozent, während der physische Markt um 1,3 Prozent schrumpfte. Dennoch wurden 2025 fast eine Million Konsolen und über 5,5 Millionen Spiele verkauft. Experten vermuten, dass der Markt nach Jahren starken Wachstums eine Sättigung erlebt.

Die Bedeutung der älteren Generation und die Industrie vor Ort
Die Einbeziehung der älteren Generation reflektiert einen Trend, wonach Unternehmen und die Regierung verstärkt die kaufkräftige ältere Bevölkerung ansprechen. Trotz Bemühungen fühlt sich ein großer Teil der über 65-Jährigen im digitalen Umfeld noch ausgeschlossen.

Die spanische Spieleindustrie ist vielfältig und wächst weiter: 429 Entwicklungsstudios und 108 Ausbildungszentren sind im Land aktiv, vor allem in Katalonien und Madrid. Über 16.000 Menschen arbeiten in der Branche, viele mit akademischem Hintergrund. Im Jahr 2025 erschienen mehr als 400 neue Spiele aus Spanien, die eine breite Palette an Genres und Themen abdecken.

Insgesamt zeigt die Entwicklung, dass das Gaming in Spanien eine tief verankerte Freizeitbeschäftigung für alle Altersgruppen ist, auch wenn wirtschaftlich Herausforderungen bestehen. Die Branche steht vor der Aufgabe, sich in einem zunehmend gesättigten Markt neu zu positionieren und gleichzeitig neue Zielgruppen zu integrieren.

Quelle: Agenturen