Wie viele Teile Europas steht auch Spanien im Sommer 2026 vor einer markanten Hitzewelle, die ab dem 21. Juni erwartet wird. Die spanische Wetterbehörde Aemet warnt vor einem mehrtägigen Zeitraum außergewöhnlich hoher Temperaturen, der insbesondere in Flusstälern, im Osten der Kantabrischen Region und im Landesinneren der Balearen starke Auswirkungen haben dürfte.
Diese Wetterlage entsteht durch ein Hochdruckgebiet über Europa und eine isolierte Hochdruckzone in der Höhe, eine sogenannte DANA, westlich der Iberischen Halbinsel. Sie fördert den Zustrom heißer, trockener Luft aus der Sahara, was durch feinen Wüstenstaub, den sogenannten Calima, die Sicht verschlechtert und die Hitze intensiver wirken lässt. Bereits am Samstag ist ein Temperaturanstieg zu spüren, am Sonntag werden in den Flusstälern des Ebro, Tejo, Guadiana und Guadalquivir Temperaturen zwischen 38 und 40 Grad erwartet, lokal sogar bis zu 42 Grad. Auch Mallorca wird mit rund 39 Grad betroffen sein.
Der Höhepunkt der Hitzewelle wird am Dienstag, dem 23. Juni, erwartet. An diesem Tag könnten im Landesinneren Temperaturen von 37 bis 39 Grad erreicht werden, in den Flusstälern sogar bis zu 44 Grad. Erstmals in diesem Jahr sind auch der Norden Spaniens und die kantabrische Küste von extremer Hitze betroffen, mit Werten um 40 Grad, was für diese Region ungewöhnlich ist. Die Nächte bieten kaum Abkühlung, da vielerorts die Tiefsttemperaturen über 20 Grad bleiben, in einigen Gebieten sogar über 25 Grad.
Neben der Belastung durch die Hitze warnt Aemet vor einer steigenden Gefahr von Waldbränden. Die Kombination aus extremer Hitze, trockener Luft und möglichen trockenen Gewittern ohne Niederschlag, aber mit Blitzen und starken Windböen, erhöht das Risiko für Brandausbrüche erheblich. Erst ab Mittwoch könnten die Temperaturen wieder allmählich sinken, wobei der Osten Spaniens und die Balearen weiterhin warm bleiben.
Ob Aemet diesen Zeitraum offiziell als Hitzewelle klassifizieren wird, hängt davon ab, ob die hohen Temperaturen mindestens drei Tage in Folge an mindestens zehn Prozent der Messstationen über den lokalen Schwellenwerten liegen. In jedem Fall fordert die angekündigte Hitze besondere Vorsicht und Anpassungen im Alltag, um Gesundheit und Sicherheit zu gewährleisten.
Quelle: Agenturen


