Bis zum 30. Juni 2026 lebten in Spanien genau 7.909.008 Ausländer mit einer gültigen Aufenthaltsgenehmigung, was einem Anstieg von 7,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht.
Diese Daten stammen vom Observatorio Permanente de la Inmigración (OPI), einer Einrichtung des spanischen Ministeriums für Inklusion, soziale Sicherheit und Migration. Die aktuelle Statistik, die diese Woche veröffentlicht wurde, umfasst sowohl Menschen aus Europa als auch anderen Regionen, die sich rechtmäßig in Spanien aufhalten. Dazu zählen Arbeitsmigranten ebenso wie pensionierte Nordeuropäer. Die Zahlen bieten einen Überblick über die Entwicklung der ausländischen Bevölkerung bis Ende Juni 2026.
Das Bevölkerungswachstum Spaniens basiert seit Jahren fast ausschließlich auf Migration, was sich auch dadurch zeigt, dass das Land im August fast die Marke von 50 Millionen Einwohnern erreichte. Die neuesten Daten des OPI geben ein genaueres Bild darüber wieder, wer diese Ausländer sind und wie sich Niederländer und Belgier unter ihnen platzieren.
Von den 7.909.008 Personen mit gültigem Aufenthaltsdokument verfügen 3.885.177 über eine allgemeine Aufenthaltsgenehmigung. Zudem besitzen 3.825.658 Menschen einen EU- oder EWR-registrierten Aufenthalt, während 198.173 Personen ein TIE aufgrund des Brexit-bedingten Rückzugsabkommens haben.
Unter der allgemeinen Regelung kommen 35 Prozent der Ausländer aus Mittel- und Südamerika, gefolgt von Afrika mit 34 Prozent, Asien mit 15 Prozent und Nicht-EU-Europa mit 14 Prozent. Kolumbianer und Peruaner zeigen das stärkste Wachstum mit jeweils 46,6 und 46,3 Prozent mehr Anträgen als im Vorjahr.
Bei den Europäern mit Wohnsitzdokument führen Rumänen, Italiener und Briten die Liste an, mit 1.142.644, 527.890 bzw. 379.801 registrierten Personen. Diese drei Nationen stellen zusammen die Hälfte dieser Gruppe.
Über die regulären Aufenthaltsdokumente hinaus wurden in Spanien 94.465 Personen mit einer Studienaufenthaltsgenehmigung gezählt, ein Anstieg um 4,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. In den letzten fünf Jahren wuchs diese Gruppe um 122 Prozent, vorwiegend durch Studierende aus Mittel- und Südamerika. Besonders auffällig war der Zuwachs bei amerikanischen Studierenden, der dank des Programms EduBridge to Spain um 41 Prozent stieg, ein Projekt, das Spanien ins Leben gerufen hat, um Amerikanern zu helfen, die unter strengeren Einwanderungsbestimmungen in ihrem Heimatland leiden.
Quelle: Agenturen





