Die spanische Marine hat erneut ein russisches Landungsschiff sowie zwei Frachtschiffe bei der Durchfahrt durch die Straße von Gibraltar beobachtet und verfolgt. Diese strategisch wichtige Wasserstraße ist eine der weltweit meistbefahrenen Seewege, weshalb die Präsenz und Kontrolle durch militärische Einheiten für Spanien von großer Bedeutung ist.
Das eingesetzte Patrouillenschiff Tagomago aus Málaga gehörte zur sogenannten Operaciones de Presencia, Vigilancia y Disuasión (OPVD), einer ständigen Mission der spanischen Marine zur Überwachung und Abschreckung in den Gewässern rund um die Iberische Halbinsel. Das russische amphibische Landungsschiff, das zur Baltischen Flotte gehört, wurde zusammen mit zwei Frachtschiffen beobachtet, während es die Straße von Gibraltar und das angrenzende Alborán-Meer passierte.
Diese Überwachungsaufgaben sind Teil eines größeren sicherheitspolitischen Kontexts, in dem Spanien und die NATO verstärkt auf russische Aktivitäten in der Nähe europäischer Gewässer reagieren. So entsandte Spanien im Sommer F-18-Kampfflugzeuge nach Estland, um russische Flugzeuge abzufangen, und leitete eine NATO-Flottenübung im Atlantik. Das maritime Einsatzkommando Spaniens (Mando Operativo Marítimo), unter Leitung von Vizeadmiral Vicente Cuquerella Gamboa, koordiniert diese Einsätze.
Die Tagomago ist ein Patrouillenschiff der Anaga-Klasse aus den 1980er Jahren und dient der Zonenüberwachung. Die aktuelle Mission bot zudem neuen Besatzungsmitgliedern die Gelegenheit, praktische Erfahrungen in einem der wichtigsten Seegebiete der Welt zu sammeln.
Spaniens Wachsamkeit gegenüber russischen Schiffen ist auch vor dem Hintergrund der jüngsten Spannungen um die spanische Exklave Ceuta zu sehen, wo angebliche russische Einflussnahmen vermutet werden. Insgesamt verdeutlicht die kontinuierliche Überwachung, wie ernst Spanien seine maritime Sicherheit nimmt und wie konsequent es seine Küstengewässer und den angrenzenden Luftraum schützt.
Quelle: Agenturen





