Die aktuelle Situation der spanischen Stauseen bietet ein gemischtes Bild. Landesweit betrachtet sind die Stauseen gut gefüllt, mit einem durchschnittlichen Füllstand von etwa 84 Prozent Mitte März 2026. Dies liegt deutlich über dem Vorjahresniveau und dem Zehnjahresdurchschnitt und ist auf die ergiebigen Niederschläge des vergangenen Winters zurückzuführen.
Diese positive Entwicklung bedeutet, dass kurzfristig keine unmittelbaren Sorgen um die Wasserversorgung in Spanien bestehen. Die vorhandenen Reserven sind ausreichend, um die kommende Zeit zu überbrücken, was insbesondere nach den trockenen Jahren der Vergangenheit eine Erleichterung darstellt.
Spanien verfügt über ein umfangreiches System von über 1.200 Staudämmen, die eine wichtige Rolle bei der Wasserwirtschaft spielen. Sie speichern Wasser in regenreichen Zeiten und stellen es für Trinkwasser, Bewässerung und Energieerzeugung zur Verfügung. Die Bewirtschaftung erfolgt regional und erfordert eine ständige Abwägung verschiedener Interessen.
Trotz der insgesamt positiven Situation gibt es regionale Unterschiede. Während der Norden und Westen Spaniens von hohen Füllständen profitieren, hinken der Süden und Osten hinterher. In einigen Gebieten Andalusiens und Kataloniens liegen die Füllstände zwischen 50 und 60 Prozent.
Auch die Flusssysteme zeigen Unterschiede: Duero und Miño-Sil sind gut gefüllt, während das Gebiet um den Segura weniger gut dasteht. Diese regionalen Unterschiede verdeutlichen die klimatischen Herausforderungen Spaniens. Ein feuchter Winter im Norden löst nicht die strukturellen Dürreprobleme im Süden. Die Situation bleibt fragil, und bei ausbleibenden Niederschlägen in bestimmten Regionen kann sich die Lage schnell wieder verschlechtern.
Quelle: Agenturen





