Präsidentengeburtstage in den USA sind mehr als bloße Feierlichkeiten – sie sind öffentliche Ereignisse mit symbolischer Bedeutung. Berühmt ist etwa Marilyn Monroes laszives „Happy Birthday, Mr. President“ an John F. Kennedys 45. Geburtstag, das bis heute Legendenstatus besitzt. Während Barack Obama sein 55. Lebensjahr eher im Kreise enger Gäste und unter Verzicht auf Social-Media-Präsenz feierte, inszeniert Donald Trump seinen 80. Geburtstag als spektakuläres Event mit einem Käfigkampf der Ultimate Fighting Championship (UFC) auf dem Gelände des Weißen Hauses.
Diese Veranstaltung, „UFC Freedom 250“, verknüpft Trumps Ehrentag mit dem 250. Jubiläum der Unabhängigkeitserklärung der USA am 4. Juli. Hinter der spektakulären Show steht Trumps Selbstverständnis als „der Staat“, seine Version von „l’état, c’est moi“. Trotz rechtlicher Bedenken gegenüber dem National Park Service hält er an dem Event fest, was seine kompromisslose Haltung unterstreicht.
Trump, ein bekennender Fan des Mixed Martial Arts (MMA), zeigt mit dieser Wahl seiner Feier auch sein Weltbild: Politik ist ein Kampf mit klaren Gewinnern und Verlierern. Diese Denkweise, geprägt von einer frühen Prägung durch seinen Vater, sieht in Kompromissen Schwäche und verfolgt ausschließlich den Sieg. Angela Merkel beschrieb treffend, dass Trump Politik wie ein Immobiliengeschäft betrachtet, in dem es nur den einen Käufer geben kann.
Diese Haltung spiegelt sich auch in Trumps politischem Handeln wider, etwa beim Aufruf zum „fight like hell“ am 6. Januar 2021 oder seinen Kampfansagen nach einem Attentat. Sein Geburtstag und das dazugehörige UFC-Event sind somit Ausdruck einer persönlichen und politischen Philosophie, die auf Konflikt, Kampf und kompromisslosem Erfolg basiert.
Quelle: Agenturen




