Planen Sie dieses Jahr eine Autofahrt durch Spanien? Dann sollten Sie die Umweltzonen in Städten wie Madrid, Barcelona, Sevilla und Málaga unbedingt berücksichtigen. Verstöße werden mit mindestens 200 Euro geahndet.
Mittlerweile gibt es in Spanien neun Städte und Regionen mit permanenten oder saisonalen Zona de Bajas Emisiones (ZBE, Umweltzone). Diese Regeln gelten nicht nur für spanische Autofahrer, sondern auch für ausländische Fahrzeughalter.
Da es für im Ausland zugelassene Fahrzeuge keine offizielle spanische Umweltplakette gibt, müssen Alternativen gefunden werden. Glücklicherweise gibt es diese, aber sie müssen rechtzeitig organisiert werden. Die spanische DGT (Dirección General de Tráfico) akzeptiert für die meisten Umweltzonen die dänische, deutsche, österreichische und französische Umweltplakette.
Für Reisende, die über Frankreich nach Spanien fahren, ist die französische Vignette Crit’Air die praktischste Wahl, da sie in beiden Ländern gültig ist. Die Lieferzeit beträgt etwa zwei Wochen, daher empfiehlt sich eine frühzeitige Bestellung.
Eine Ausnahme bildet Barcelona, wo ausländische Plaketten nicht akzeptiert werden. Hier ist eine separate Langzeit- oder Tagesgenehmigung über die Website von ZBE Metròpolis de Barcelona erforderlich. Die Lieferzeit für eine Langzeitgenehmigung beträgt drei Wochen. Tagesgenehmigungen können bis spätestens 23:59 Uhr für den Folgetag beantragt werden und sind maximal 24 Mal pro Jahr und Fahrzeug verfügbar.
Die Regeln und Zeiten variieren von Stadt zu Stadt. Madrid hat eine Umweltzone, die die gesamte Stadt umfasst und rund um die Uhr in Kraft ist. Barcelona kontrolliert werktags zwischen 7:00 und 20:00 Uhr innerhalb der Ringstraßen (Rondas). Sevilla wendet die Zone montags bis freitags von 7:00 bis 19:00 Uhr an. Córdoba, Málaga und Valencia haben permanente Zonen, die Tag und Nacht gelten. Benidorm kontrolliert werktags von 8:00 bis 20:00 Uhr. Bei Verstößen drohen Bußgelder von 100 bis 500 Euro.
Seit 2026 kontrolliert Spanien mit sogenannten „Schnüffelkästen“, die Abgase registrieren und automatisch das Kennzeichen erfassen. Auch Kameras werden in großem Umfang eingesetzt, insbesondere in Madrid und Barcelona.
Wer ohne gültige Plakette oder Genehmigung in eine Zone einfährt, riskiert eine Geldstrafe von mindestens 200 Euro (oder 100 Euro bei sofortiger Zahlung). Auf Ibiza und Formentera gelten saisonale Genehmigungen. Auf Formentera ist vom 1. Juni bis zum 30. September eine Genehmigung erforderlich, wobei die Anzahl begrenzt ist. Auf Ibiza benötigen Besucher mit Privatfahrzeug vorab eine Genehmigung über Ibiza Circular. Wohnwagen und Wohnmobile sind auf Formentera nicht erlaubt.
Für die meisten spanischen Städte ist die französische Crit’Air-Plakette die einfachste Lösung. Für Barcelona beantragen Sie eine Genehmigung über die offizielle ZBE-Website. Informieren Sie sich vor Ihrer Reise über die geltenden Regeln in den Städten, die Sie durchfahren, da sich auch das Autofahren in Spanien in den kommenden Jahren weiter verändern wird.
Quelle: Agenturen





