Unwetter in Tarragona: Heftige Stürme verursachen umfassende Schäden

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Am Montagnachmittag, dem 24. August, zog ein starkes Gewitter mit Hagel und Windböen von bis zu 117 Kilometern pro Stunde über die Provinz Tarragona hinweg und hinterließ erhebliche Verwüstungen. Besonders betroffen waren die Städte Tarragona, Reus, Cambrils, Salou und Vila-seca. Innerhalb von nur zwanzig Minuten sorgten sintflutartige Regenfälle und Hagelkörner mit mehr als einem Zentimeter Durchmesser für überflutete Straßen, umgestürzte Bäume und ein erhebliches Verkehrschaos.

Der Sturm brachte in kurzer Zeit enorme Mengen an Niederschlag: So registrierte der meteorologische Dienst Kataloniens in Vinyols i els Arcs bei Cambrils 88,6 Liter Regen pro Quadratmeter innerhalb von drei Stunden, in Tarragona waren es 77,3 Liter. Windböen erreichten an manchen Stellen 117 Kilometer pro Stunde, und in den Regionen Cerdanya und Ribera d’Ebre fielen Hagelkörner mit einem Durchmesser von über fünf Zentimetern. Die Rettungsdienste bearbeiteten bis zum frühen Abend 145 Einsätze, meist wegen umgestürzter Bäume und Überschwemmungen.

In Reus endete mit dem Regen eine fast dreimonatige Dürreperiode, die seit dem 4. Juni anhielt. Innerhalb einer Stunde fielen hier 38,4 Liter Regen pro Quadratmeter, was für die Feuerwehr zahlreiche Einsätze bedeutete. Der starke Sturm führte zudem zu Stromausfällen, umgestürzten Bäumen und blockierten Bahnlinien. Für die Region wurde die höchste Wetterwarnstufe ausgerufen, mit der Wahrscheinlichkeit für große Hagelkörner und sogar Tornados oder Wasserhosen.

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Auf dem Campingplatz Arc de Barà bei Roda de Berà waren die Folgen der vorherigen Überschwemmung vom Wochenende noch sichtbar. Bewohner berichteten von schnell ansteigendem Wasser, das innerhalb kürzester Zeit Wohnungen und Infrastruktur überflutete. Am nächsten Morgen waren viele mit der Trocknung und Schadensbehebung beschäftigt.

Das Verkehrsnetz in der Provinz wurde stark beeinträchtigt. Die Autobahnen A-7 und AP-7, sowie die Straßen A-27, N-340 und T-11 waren durch Überschwemmungen und umgestürzte Bäume blockiert, was zu kilometerlangen Staus führte. Zugverbindungen wurden teilweise durch Busse ersetzt, was Reisende, insbesondere Ausflügler zu beliebten Zielen wie dem Vergnügungspark PortAventura, stark beeinträchtigte.

Dieses Unwetter ist Teil eines immer wiederkehrenden Musters entlang der Costa Dorada: Nach längeren heißen Phasen folgen häufig schwere Gewitter mit Starkregen und Sturmböen. Für Bewohner und Urlauber ist es deshalb besonders wichtig, die aktuellen Wetterwarnungen zu beachten und Vorsicht im Straßenverkehr walten zu lassen, um Risiken durch Überflutungen zu minimieren.

Quelle: Agenturen