Am kommenden 9. Mai, dem Tag der Militärparade anlässlich des 81. Jahrestags des sowjetischen Sieges über Nazi-Deutschland, wird in Moskau das mobile Internet vollständig gesperrt, einschließlich der auf der genehmigten „Whitelist“ aufgeführten Websites, wie das Ministerium für digitale Entwicklung Russlands am Donnerstag (07.05.2026) mitteilte.
„Um die Sicherheit der Feierlichkeiten zum Tag des Sieges am 9. Mai zu gewährleisten, wird der Zugang zum mobilen Internet – einschließlich der zugelassenen Websites – und zu SMS-Diensten in Moskau vorübergehend eingeschränkt“, teilte das Ministerium auf seinem Kanal bei MAX, dem russischen Telegram, mit.
Laut dem Ministerium für digitale Entwicklung werden die Kabel- und WLAN-Internetdienste weiterhin normal und ohne Einschränkungen funktionieren. Zudem wies es darauf hin, dass „es keine Pläne gibt, das mobile Internet in Moskau am 7. und 8. Mai zu sperren oder einzuschränken“.
Das Ministerium für digitale Entwicklung, Kommunikation und Medien hatte zuvor erklärt, dass es keine Pläne gebe, das mobile Internet in Moskau am 7. und 8. Mai zu unterbrechen oder einzuschränken. Sollten jedoch unmittelbare Sicherheitsbedrohungen auftreten, könnten betriebliche Einschränkungen verhängt werden.
Am vergangenen Dienstag sperrten die russischen Behörden den mobilen Internetdienst in der russischen Hauptstadt „aus Sicherheitsgründen“ für mehrere Stunden. Im vergangenen März gab es ebenfalls eine Sperre, die fast drei Wochen andauerte und bei den Einwohnern große Unzufriedenheit auslöste. Am Montag warnten die Mobilfunkunternehmen ihre Kunden per SMS, dass zwischen dem 5. und 9. Mai in Moskau mit Internetausfällen zu rechnen sei.
Das Unternehmen MTS wies zudem darauf hin, dass sich die Ausfälle auch auf die Region Moskau ausweiten könnten, die die russische Hauptstadt umgibt. Die russischen Behörden geben an, dass die Ausfälle auf Sicherheitsmaßnahmen zurückzuführen sind, da die Gefahr eines möglichen Anschlags seitens der Ukraine während der Militärparade am 9. Mai auf dem Roten Platz bestehe, bei der in diesem Jahr zum ersten Mal seit 2007 keine schweren Waffen zu sehen sein werden.
Die Telekommunikationsunternehmen lehnten es ihrerseits ab, die Verantwortung für die Unterbrechungen ihrer Dienste zu übernehmen, da es der russische Inlandsgeheimdienst (FSB) ist, der die Einschränkungen auf Anordnung des Staatsoberhauptes verhängt, gemäß einem vor etwa zwei Monaten erlassenen Gesetz.
Quelle: Agenturen





