Waldbrände in Spanien 2026: Rekordhafte Flächenverluste

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Im Jahr 2026 hat Spanien bereits rund 120.000 Hektar Naturfläche durch Waldbrände verloren – eine erschreckende Verdoppelung innerhalb von nur zwei Wochen und mehr als das Dreifache der verbrannten Fläche im Vergleich zum Vorjahr. Besonders verheerend entwickelt sich der Brand bei La Mierla in Guadalajara, der als schwerster in der Geschichte der Region Castilla-La Mancha gilt.

Seit Anfang Juli hat sich die durch Brände zerstörte Fläche in Spanien rapide erhöht: Während am 8. Juli noch etwa 58.000 Hektar betroffen waren, stieg die Zahl inzwischen auf fast 120.000 Hektar. Allein in der letzten Woche kamen fast 38.000 Hektar hinzu – der höchste Wochenwert für das Jahr 2026. Der Großbrand bei La Mierla wütet seit Tagen in der Sierra Norte und hat bereits rund 32.000 Hektar vernichtet.

Laut dem spanischsprachigen Medium Infobae wurden in diesem Jahr bereits 343 größere Brände registriert, mehr als doppelt so viele wie im Vorjahreszeitraum. Davon entwickelten sich 18 zu sogenannten gran incendio, also Großbränden mit einer Fläche von über 500 Hektar, was deutlich über dem Durchschnitt der letzten zehn Jahre liegt.

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Im Vergleich zu historischen Ausmaßen ist die Lage zwar noch nicht katastrophal wie 2025, als in zwei Wochen allein über 320.000 Hektar verbrannten, doch der Trend ist alarmierend. Neben La Mierla sorgen auch weitere Brände für Sorge, etwa in Almería mit 13 Todesopfern, was ihn zum zweittödlichsten Brand Spaniens macht, sowie in Zaragoza und weiteren Provinzen, die teils zu Evakuierungen führten.

Die diesjährige Waldbrandsaison folgt einem seit Juni erkennbaren Muster: Die verbrannten Flächen haben sich seither mehr als verdreifacht, obwohl der Juli normalerweise noch nicht den Höhepunkt der Brandgefahr darstellt. Diese Entwicklung unterstreicht die anhaltende strukturelle Verwundbarkeit Spaniens gegenüber Waldbränden und die Notwendigkeit verstärkter Präventions- und Schutzmaßnahmen.

Quelle: Agenturen