Wetterumschwung: „reventones cálidos“ im Anmarsch?

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Der spanische Wetterdienst AEMET warnt aktuell vor einem besonders gefährlichen Wetterphänomen: den sogenannten „reventones cálidos“ oder „Reventones“. Dabei handelt es sich um plötzliche, heftige Windböen, die mit Geschwindigkeiten von über 100 km/h auftreten können und vor allem in den heißen Regionen Spaniens für erhebliche Schäden sorgen.

Diese „Reventones“ entstehen, wenn heiße Luft am Boden auf kalte Luftschichten in der Höhe trifft und sich durch die bergige Landschaft des Ostens und Südostens Spaniens verstärkt. Das Phänomen ähnelt einem Downburst, bei dem ein starker Abwind mit tornadoähnlicher Kraft auf den Boden trifft und sich radial ausbreitet. So können innerhalb kürzester Zeit ruhige, heiße Tage in gefährliche Unwetter umschlagen, die Hagel, Blitzschläge und heftige Windstöße mit sich bringen.

Besonders betroffen sind die Regionen um Valencia, Murcia und das Hinterland von Alicante, wo die Temperaturen lokal bis zu 45 Grad erreichen. Ab dem Nachmittag bilden sich dort trockene Gewitter, die zwar wenig Regen bringen, aber durch Saharastaub zu Schlammregen führen können. Die Kombination aus extremer Hitze, Staub und Gewittern erhöht zudem das Risiko von Waldbränden erheblich, da die Blitzeinschläge oft ohne nennenswerten Niederschlag auftreten.

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Für Reisende und Anwohner bedeutet dies erhöhte Vorsicht: Lose Gegenstände sollten gesichert und Autofahrten möglichst auf die frühen Morgenstunden verlegt werden. Im Falle von Schäden oder Gefahr sind die Notrufnummer 112 sowie die Anweisungen des spanischen Zivilschutzes zu beachten.

Diese Wetterlage zeigt eindrücklich, wie komplex und dynamisch sommerliche Extremwetter in Spanien sein können und wie wichtig es ist, Warnungen ernst zu nehmen, um Sicherheit und Gesundheit zu schützen.

Quelle: Agenturen