WHO erhöht die Zahl der bestätigten Hantavirus-Fälle

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Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat die Zahl der bestätigten Fälle von Hantavirus im Zusammenhang mit dem Kreuzfahrtschiff MV Hondius auf sechs erhöht. Auf dem Schiff sind bereits drei Todesfälle zu verzeichnen, während vier weitere Patienten weiterhin im Krankenhaus liegen und die Untersuchungen zur Ermittlung der genauen Ursache des Ausbruchs fortgesetzt werden.

Laut dem jüngsten Bericht der WHO wurden bis zum 8. Mai acht Fälle im Zusammenhang mit dem Ausbruch gemeldet, von denen sechs als Infektionen mit der Andes-Variante des Hantavirus bestätigt wurden – dem einzigen Stamm, bei dem eine Übertragung von Mensch zu Mensch dokumentiert ist –, während es zudem zu drei Todesfällen gekommen ist (zwei bestätigte und ein wahrscheinlicher).

Zudem wurde ein zuvor als Verdachtsfall gemeldeter Fall neu eingestuft, nachdem er nach Durchführung einer PCR- und Serologieuntersuchung negativ auf die Andes-Variante getestet wurde.

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Ebenso laufen die epidemiologischen Untersuchungen der WHO weiter, um die Expositionsquelle zu ermitteln, einschließlich der Reisegeschichte und möglicher Expositionen des ersten Falls. Darüber hinaus befinden sich ein Experte der WHO und ein weiterer vom Europäischen Zentrum für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten an Bord des Kreuzfahrtschiffes, um die Passagiere, die Besatzung und die Betreiber des Schiffes während der Reise zu unterstützen.

Zu den Betroffenen gehört ein Mann, der am 14. April auf Tristan da Cunha von Bord gegangen ist und sich in Isolation befindet; sein Zustand ist stabil. Er gilt bis zur Laborbestätigung vorerst als wahrscheinlicher Fall.

Die Gesundheitsbehörden haben zudem Passagiere ausfindig gemacht, die mit einer der verstorbenen Personen denselben Flug zwischen der Insel St. Helena und Südafrika genommen hatten.

In Südafrika wurden bereits 75 Kontaktpersonen identifiziert, von denen 42 unter ärztlicher Beobachtung stehen. Die WHO empfiehlt den an diesem Vorfall beteiligten Ländern, die Bemühungen zur Koordinierung und zum Management der öffentlichen Gesundheit sowohl an Bord der Transportmittel als auch in den Ländern fortzusetzen, in denen es Fälle und/oder Kontaktpersonen gibt oder in die diese zurückkehren werden. Sie fügt hinzu, dass die Prävention und Bekämpfung von Infektionen weiterhin unerlässlich sind, um das Gesundheitspersonal und die Passagiere zu schützen.

Quelle: Agenturen