Zecken: Ein wachsendes Risiko in urbanen Gebieten

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Zecken, auch bekannt als Garrapatas, breiten sich in Spanien zunehmend nicht nur in ländlichen Regionen, sondern auch in städtischen Bereichen aus. Durch die steigenden Temperaturen und mildere Winter sind diese Parasiten nun vermehrt in Parks, Gärten und sogar an Stränden präsent – Orte, an denen sich viele Menschen, darunter auch Urlauber aus den Niederlanden und Belgien, aufhalten.

Der Klimawandel fördert diese Entwicklung, indem er die Lebensbedingungen der Zecken verbessert. Sie bleiben länger aktiv, vermehren sich schneller und können auch in bisher ungewohnten Höhenlagen und Regionen überleben. Wissenschaftliche Untersuchungen, etwa in der Stadt Lugo und rund um Barcelona, bestätigen das Vordringen der Zecken in städtische Grünflächen und zeigen, dass sie Krankheitserreger übertragen können.

Zu den bekanntesten Krankheiten, die durch Zeckenbisse übertragen werden, gehört die Lyme-Borreliose, deren Symptome oft erst Jahre später auftreten. Gefährlicher ist das Krim-Kong-Virus, ein hämorrhagisches Fieber, das in Spanien seit 2016 durch die Riesenzecke der Gattung Hyalomma verbreitet wird. Weitere Infektionen wie Tularämie, Babesiose und Mittelmeer-Fleckfieber stellen zusätzliche Gesundheitsrisiken dar.

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Zecken lauern im hohen Gras und an Sträuchern und warten auf vorbeikommende Menschen oder Tiere; sie springen oder fliegen nicht. Schutzmaßnahmen umfassen das Tragen heller, langer Kleidung, das Benutzen von Insektenschutzmitteln und das gründliche Absuchen von Haut und Haustieren nach Aufenthalten im Freien. Bei einem Zeckenbiss sollte die Zecke mit einer spitzen Pinzette vorsichtig entfernt werden, ohne sie zu quetschen, und die Bissstelle beobachtet werden.

Da es derzeit keine effektive Methode zur flächendeckenden Bekämpfung von Zecken wie bei anderen Insekten gibt, bleibt Wachsamkeit die wichtigste Vorsorge. Experten warnen vor einem herausfordernden Sommer mit einem Anstieg von Zecken und anderen Schädlingen – eine Realität, auf die sich Bewohner und Besucher Spaniens gut vorbereiten sollten.

Quelle: Agenturen