Sonnenschutz am Strand: So schützen Mallorca-Urlauber Haut und Augen richtig

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Wer im Hochsommer an einer der zahlreichen Buchten der Insel liegt, unterschätzt schnell, wie intensiv die Sonne auf Mallorca tatsächlich strahlt. Zwischen Juni und September steigt der UV-Index auf der Insel regelmäßig auf Werte, die selbst hellhäutige Nordeuropäer innerhalb weniger Minuten einen spürbaren Sonnenbrand einbringen können. Gerade für die vielen deutschen Urlauber und Residenten, die die Insel wegen ihres milden Klimas und der langen Badesaison so schätzen, gehört ein bewusster Umgang mit der Sonne deshalb zum Alltag. Am Wasser wird die Strahlung dabei oft unterschätzt, denn ein leichter Wind kühlt die Haut, ohne dass die eigentliche Belastung nachlässt.

Ultraviolette Strahlung trifft am Strand nicht nur direkt von oben auf den Körper. Helle Sandflächen und die Wasseroberfläche reflektieren einen erheblichen Teil der Strahlung zusätzlich, sodass die tatsächliche Belastung deutlich höher liegen kann als angenommen. Betroffen sind dabei nicht nur die Haut, sondern auch die Augen, wie das Bundesamt für Strahlenschutz in seinen Informationen zum Schutz der Augen vor UV-Strahlung ausführlich erläutert. Wer diesen Aspekt vernachlässigt, riskiert neben dem klassischen Sonnenbrand auch Reizungen der Bindehaut und, bei jahrelanger Belastung, ein erhöhtes Risiko für den grauen Star. Besonders tückisch ist dabei, dass sich diese Schäden über viele Jahre hinweg schleichend aufbauen und im Urlaub selbst kaum bemerkt werden, weil ein akuter Sonnenbrand meist deutlich schneller und schmerzhafter auffällt.

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Damit ein Tag am Meer nicht mit Rötungen, Kopfschmerzen oder brennenden Augen endet, lohnt sich ein Blick auf einige grundlegende Verhaltensregeln:

  1. Sonnencreme mit einem Lichtschutzfaktor von mindestens 30 rund 20 Minuten vor dem ersten Sonnenbad auftragen und nach jedem Baden erneuern.
  2. Die Mittagsstunden zwischen 12 und 16 Uhr möglichst im Schatten eines Sonnenschirms oder unter einem Baum verbringen.
  3. Eine Kopfbedeckung mit breiter Krempe tragen, um Gesicht, Ohren und Nacken zusätzlich abzudecken.
  4. Ausreichend trinken, denn Hitze und Sonne beschleunigen den Flüssigkeitsverlust des Körpers erheblich.
  5. Kinder besonders schützen, da ihre Haut deutlich empfindlicher reagiert als die von Erwachsenen.
  6. Nach dem Strandtag die Haut mit einer feuchtigkeitsspendenden Lotion beruhigen, damit sie sich über Nacht erholen kann.

Neben Sonnencreme und Schatten spielt die passende Sonnenbrille eine ebenso wichtige Rolle, wird jedoch häufig vernachlässigt. Optiker weisen zunehmend darauf hin, dass nicht jede günstige Sonnenbrille tatsächlich ausreichenden UV-Schutz bietet, weshalb ein Blick auf die Kennzeichnung „UV 400“ beim Kauf entscheidend bleibt. Wer ohnehin über eine neue Fassung nachdenkt, findet aktuell ovale Brillen im sommerlichen Damen-Sortiment besonders gefragt, da die weichere Form nicht nur modisch wirkt, sondern durch ihre Größe meist auch einen guten seitlichen Blendschutz mitbringt.

Wer sich vor dem Ausflug an den Strand noch schnell einen Überblick verschaffen möchte, kann einen Blick auf den aktuellen UV-Index für die Balearen werfen, den die spanische Wetterbehörde AEMET täglich neu veröffentlicht. Liegt der Wert bei acht oder höher, was in den Sommermonaten auf Mallorca keine Seltenheit ist, sollte der Aufenthalt in der prallen Sonne bewusst kurzgehalten werden, selbst wenn eine leichte Brise über den Strand zieht und die Hitze weniger drückend wirken lässt.

Nicht jeder Küstenabschnitt der Insel liegt dabei gleich offen zur Sonne. Wer der Mittagshitze etwas entgehen möchte, findet in einigen ruhigen Buchten mit natürlichem Felsschatten eine angenehme Alternative zu den weitläufigen, komplett offenen Sandstränden im Süden und Osten der Insel. Gerade in den Nachmittagsstunden bieten solche Orte spürbar mehr Schutz, ohne dass man auf das eigentliche Badevergnügen verzichten müsste. Wer die Insel etwas abseits der Hauptsaison bereist, findet zudem selbst an bekannten Küstenabschnitten oft ruhigere Ecken mit natürlichem Schatten, an denen sich Sonnenschutz und Erholung besonders gut verbinden lassen.

Abseits der reinen Schutzmaßnahmen gehört für viele Urlauber und Residenten der entspannte Rhythmus der Insel einfach dazu. Früh am Morgen ins Wasser, die heißeste Zeit des Tages im Schatten eines Cafés oder der eigenen Finca verbringen und erst am späten Nachmittag zurück an den Strand. So lässt sich die mallorquinische Sonne über Wochen hinweg genießen, ohne dass Haut und Augen am Ende des Urlaubs die Rechnung dafür bezahlen müssen. Selbst erfahrene Inselbewohner lassen sich davon zuweilen überraschen, wie schnell aus einem entspannten Nachmittag am Wasser ein unangenehmer Abend mit brennender Haut werden kann, wenn eine der einfachen Regeln einmal in Vergessenheit gerät. Ein wacher Blick auf die eigene Haut, die Uhrzeit und die nächste Schattenmöglichkeit reicht dabei meist schon aus, um den restlichen Urlaub ganz entspannt fortzusetzen, ohne dass die Sonne am Ende mehr Aufmerksamkeit fordert, als ihr eigentlich zusteht.