Der Minister für Landwirtschaft, Fischerei und Ernährung, Luis Planas, hat am Mittwoch (22.04.2026) die spanische Wirtschaft aufgefordert, „Anstrengungen zu unternehmen“ und Obergrenzen für Preissteigerungen aufgrund der durch den Konflikt im Nahen Osten verursachten Kosten festzulegen, damit diese nicht die Geldbörsen der Bürger belasten.
Dies erklärte er vor den Medien bei der Eröffnung der Seafood Expo Global in Barcelona, der weltweit größten Fachmesse für Meeresfrüchte, wo er betonte, dass das Problem des Krieges „nicht die Versorgung, sondern die Preise“ seien.
„Deshalb müssen wir alle Anstrengungen unternehmen, aber auch auf Unternehmensebene, um diese Preissteigerungen zu begrenzen und Obergrenzen festzulegen, damit Unternehmen und Bürger Lebensmittel in ausreichender Menge und Qualität, aber auch zu angemessenen Preisen erhalten“, erklärte er. Planas betonte, dass die „Regierung ihre Verantwortung übernommen“ habe, indem sie staatliche Hilfen bereitgestellt habe, um die „Mehrkosten“ zu bewältigen, hob jedoch hervor, dass „jedes Glied der Lebensmittelkette seinen Teil dazu beitragen muss“.
„Wir alle zahlen für die Auswirkungen des Krieges, aber wir dürfen nicht aus den Augen verlieren, dass es jenseits der Inflation andere gibt, denen es viel schlechter geht, die Hunger leiden und unterernährt sind“, beklagte er. „Sehr deutliche“ Preissteigerungen für den Fischereisektor Planas warnte davor, dass die aktuelle internationale Lage, geprägt vom Krieg im Nahen Osten, „sehr deutliche“ Kostensteigerungen zur Folge habe, die den Fischereisektor betreffen, wie beispielsweise bei Düngemitteln und Frachtkosten.
Um diese Auswirkungen abzumildern, erinnerte der Minister daran, dass die Regierung eine Gesamtbeihilfe von 25 Millionen Euro für Fischereidiesel – der durchschnittlich 30 % der Schiffskosten ausmacht – sowie Ausgleichszahlungen von bis zu 200.000 Euro pro Schiff bereitgestellt hat.
In Bezug auf Düngemittel hob der Minister die hohe Abhängigkeit von Rohstoffen wie Harnstoff und Ammoniak hervor, deren Lieferung laut Planas zu einem großen Teil über die Straße von Hormus erfolgt, durch die etwa 40 % des in Spanien verwendeten Harnstoffs transportiert werden.
Andererseits hob der Minister die Bedeutung des spanischen Fischereisektors hervor, der „einen Umsatz von rund 8 Milliarden Euro erzielt und etwa 25.000 direkte Arbeitsplätze schafft“, mit Aktivitäten in den Bereichen Fischfang, Tiefkühlung, Verarbeitung, Konserven und Aquakultur. Zudem betonte er, dass Barcelona in diesen Tagen mit der Veranstaltung der Messe international zur „Referenzhauptstadt der Fischereiwelt“ geworden sei.
Quelle: Agenturen





