Die für diesen Dienstag (28.07.2026) und Mittwoch prognostizierte Zunahme der Geschwindigkeit des Windes aus südlicher Richtung könnte die Löscharbeiten bei den aktiven Bränden im Landesinneren der Halbinsel erschweren, und obwohl keine „besonders starken“ Windböen erwartet werden, könnten sie die Löscharbeiten dennoch in gewisser Weise erschweren.
Dies erklärte der Sprecher der Staatlichen Wetterbehörde (Aemet), Rubén del Campo, der darauf hinwies, dass zu diesem Faktor noch die niedrige relative Luftfeuchtigkeit und die intensive Hitze hinzukommen, die während dieser beiden Tage die Brandgefahr in weiten Teilen des Landes, einschließlich der bergigsten Inseln der Kanaren, auf sehr hohe oder extreme Werte ansteigen lassen werden.
Diese Situation fällt mit dem Beginn der vierten Hitzewelle des Sommers zusammen, deren Kriterien ab Mittwoch und mindestens bis Sonntag in weiten Teilen Spaniens erfüllt sein werden, mit Höchsttemperaturen von bis zu 42 Grad.
In Bezug auf den Zusammenhang zwischen Klimawandel und Waldbränden erinnerte der Sprecher der Aemet daran, dass der Zwischenstaatliche Ausschuss für Klimawandel (IPCC) darauf hinweist, dass die durch menschliche Aktivitäten verursachte Erwärmung Wetterbedingungen begünstigt, die für Waldbrände besonders günstig sind.
Er betonte jedoch, dass dies nicht der einzige Faktor sei, der das Auftreten von Waldbränden bestimmt, da auch die Raumordnung, die Landnutzung, die Ansammlung von pflanzlichem Brennstoff und durch Menschen verursachte Brandausbrüche entscheidend seien.
„Wie bei allen großen Problemen spielen hier viele verschiedene Aspekte eine Rolle“, erklärte Del Campo und wies darauf hin, dass der vom Menschen verursachte Klimawandel die meteorologische Brandgefahrseit den 1980er Jahren im Südwesten Europas erhöht habe.
Die häufigeren, intensiveren, länger anhaltenden und ausgedehnteren Hitzewellen, begleitet von ausbleibenden Regenfällen und niedriger Luftfeuchtigkeit, begünstigen das schnelle Austrocknen der Vegetation und erleichtern deren Entzündung. Unter diesen Umständen breitet sich das Feuer schneller und unkontrollierbarer aus, wobei „unersättlichere“ Brände in der Lage sind, ihre eigenen meteorologischen Bedingungen zu schaffen. Je länger zudem die Hitzeperioden andauern, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass gleichzeitig große Waldbrände in geografisch getrennten Gebieten auftreten.
Quelle: Agenturen





