Ferienwohnungen nirgends so teuer wie auf Mallorca

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Die Balearen gelten als Spitzenreiter bei den Immobilienpreisen in Spanien, insbesondere im Bereich der Ferienwohnungen. Im ersten Quartal 2026 lag der Quadratmeterpreis für Ferienimmobilien auf den Balearen bei beeindruckenden 7.400 Euro, weit höher als in anderen beliebten Regionen wie Málaga (4.600 Euro) oder Girona (3.750 Euro).

Betrachtet man alle Immobilien an Spaniens Küsten, einschließlich Ferien- und Wohnimmobilien, bleiben die Balearen die teuerste Region mit einem Quadratmeterpreis von 4.058 Euro (ohne Palma). Das entspricht einem Preisanstieg von 11,7 % im Vergleich zum Vorjahr. Málaga, Vizcaya und Barcelona folgen auf den weiteren Plätzen, wobei die Preise in den meisten Küstenregionen trotz eines Anstiegs noch unter dem Niveau der Immobilienblase von 2007–2008 liegen.

Die Balearen stehen unter starkem Preisdruck und bieten der lokalen Bevölkerung nur begrenzten Zugang zu bezahlbarem Wohnraum. So erfordert der Kauf einer Immobilie auf den Inseln bis zu 59 % des verfügbaren Einkommens eines durchschnittlichen Haushalts, was den Wohnungsmarkt für Einheimische zunehmend unerschwinglich macht. Insbesondere auf Mallorca, Menorca, Ibiza und Formentera sind die Preise extrem hoch, und die Bautätigkeit konzentriert sich vorrangig auf Ferienimmobilien.

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Ein weiterer Faktor ist die hohe Nachfrage aus dem Ausland: Zwischen 40 % und 70 % der Ferienwohnungs-Käufe stammen von ausländischen Investoren, vor allem aus Deutschland, Großbritannien, Frankreich und den nordischen Ländern. Die inländische Nachfrage ist vergleichsweise gering und konzentriert sich auf größere Städte wie Madrid und Barcelona.

Diese Entwicklung führt dazu, dass der Markt für Erst- und Zweitwohnsitze auf den Balearen zunehmend verschmilzt und sich stärker an der internationalen Kaufkraft orientiert als an den Bedürfnissen der ansässigen Bevölkerung. Der Mangel an bezahlbarem Wohnraum bleibt ein zentrales Problem, das angesichts der Insellage und begrenzter Bauflächen kaum kurzfristig gelöst werden kann.

Insgesamt zeigt sich, dass die Balearen weiterhin die teuerste und zugleich herausforderndste Region Spaniens in Bezug auf den Immobilienmarkt sind – ein Spiegelbild der hohen Attraktivität der Inseln, aber auch der sozialen und wirtschaftlichen Spannungen, die damit einhergehen.

Quelle: Agenturen