Der US-Präsident Donald Trump drängt seine Berater, noch in diesem Herbst ein neues Treffen mit dem nordkoreanischen Staatschef Kim Jong-un zu organisieren, wie die Zeitung „The Wall Street Journal“ (WSJ) berichtet. Dem Bericht zufolge hat der Präsident hinter verschlossenen Türen die Möglichkeit erörtert, das Treffen während seiner bevorstehenden Asienreise zu vereinbaren.
US-Beamte teilten dem WSJ mit, dass das Gipfeltreffen im November stattfinden könnte, zeitgleich mit dem Treffen der Staats- und Regierungschefs des Asiatisch-Pazifischen Wirtschaftsforums (APEC) in Shenzhen, China.
Die Zeitung betont, dass Trumps Wunsch, einen neuen Dialog auf höchster Ebene mit dem nordkoreanischen Diktator aufzunehmen, seinem Streben nach einem historischen Erfolg in der Außenpolitik entspringt, insbesondere zu einem Zeitpunkt, an dem der Erfolg im Iran weiterhin ins Stocken geraten ist.
Am Montag (17.08.2026) wies Trump die CNN-Korrespondentin im Weißen Haus, Kristen Holmes, mehrfach zurecht, als die Journalistin versuchte, ihn zu seinen jüngsten Kontakten mit dem Staatschef von Pjöngjang und zur Entscheidung, den Umfang der Militärmanöver zwischen Washington und Seoul zu reduzieren, zu befragen. Trump unterbrach Holmes, während sie ihre Fragen stellte, bezeichnete sie als „laut“ und „aufdringlich“ und warf ihr zudem vor, „Fake News“ zu verbreiten.
Die Journalistin wollte wissen, warum Kim sich nicht öffentlich zu Trumps Ankündigung geäußert hatte, den Umfang der gemeinsamen Militärübungen mit Südkorea zu reduzieren. Auf Holmes’ beharrliches Nachfragen hin versicherte der Präsident, dass Kim sehr wohl auf die von ihm gesendeten Nachrichten geantwortet habe und dass der Austausch zwischen beiden
„sehr positiv“ verlaufe, gab jedoch keine Details zum Inhalt dieser Kommunikation preis.
Trump hatte am vergangenen Sonntag in den sozialen Medien angekündigt, dass das Pentagon den Umfang der Militärübungen zwischen den USA und Südkorea reduzieren werde, da diese Manöver seiner Meinung nach eine unangemessene Botschaft an Nordkorea senden – ein Land, das er während seiner Amtszeiten als „respektvoll“ bezeichnet hatte.
Trump traf sich während seiner ersten Amtszeit (2017–2021) dreimal mit Kim, um eine Einigung zu erzielen, die zur Denuklearisierung der koreanischen Halbinsel führen sollte. Die Verhandlungen endeten ohne Einigung, nachdem der damalige Präsident den Vorschlag aus Pjöngjang als unzureichend erachtete; Pjöngjang vertiefte daraufhin seine Beziehungen zu Russland.
Quelle: Agenturen




