Formatges Grimalt sichert Zukunft der Milchviehbetriebe auf Mallorca

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Auf Mallorca steht der Milchsektor seit Jahren vor großen Herausforderungen, mit einem dramatischen Rückgang von über hundert Milchviehbetrieben auf heute nur noch acht. Die Schließung von Agama im März markierte beinahe das Ende der lokalen Milchwirtschaft. Doch nun setzt das Familienunternehmen Formatges Grimalt gemeinsam mit neuen Anteilseignern einen wichtigen Impuls, um diesen traditionellen Wirtschaftszweig zu erhalten und zu stärken.

Im letzten Monat erwarben die Verantwortlichen des Betriebs Son Carbó, Miquel Vanrell senior und junior, zusammen mit der Unternehmensberatung IGB Asesores 51 % der Anteile an Formatges Grimalt, das in Es Llombards (Santanyí) ansässig ist. Das erklärte Ziel: Der Milchwirtschaft auf Mallorca neuen Schwung zu verleihen und deren Verschwinden zu verhindern. Mit dem Anteilserwerb wächst Grimalt nicht nur erheblich, sondern sichert sich auch die Milchproduktion der vormals an Agama liefernden Betriebe Son Carbó und Son Bernat. Dadurch steigt die tägliche Milchmenge auf rund 14.600 Liter – mehr als das Doppelte im Vergleich zu vorher.

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Pedro Monroig, der neue Geschäftsführer, betont, dass derzeit praktisch die gesamte auf Mallorca erzeugte Kuhmilch über Grimalt vermarktet wird. Neben dem Ausbau der Käseproduktion, dem Hauptgeschäftsfeld, plant das Unternehmen auch die Erweiterung der Verarbeitungskapazitäten für weitere Milchprodukte. Ein Teil der Milch wird bereits nach Valencia exportiert, wobei die Verpflichtungen der vorherigen Molkereien erfüllt werden. Zugleich verfolgt Grimalt ambitionierte Pläne, frische Milch vor allem für Hotels, Gaststätten und lokale Eishersteller auf den Markt zu bringen und so ein echtes mallorquinisches Milchprodukt zu etablieren.

Monroig und Vanrell betonen, dass es ihnen vor allem darum geht, den verbliebenen Milchviehbetrieben auf Mallorca eine sichere Zukunft zu ermöglichen und die handwerkliche Käsetradition, die Formatges Grimalt seit 37 Jahren pflegt, zu bewahren. Dabei appellieren sie an die Verbraucher, die lokale Produktion zu unterstützen, denn nur so kann die Milchviehwirtschaft auf der Insel dauerhaft erhalten bleiben und weiter wachsen.

Quelle: Agenturen