Geldstrafe von 59.500 Euro wegen illegaler Ferienvermietung

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Den Eigentümern einer Immobilie auf Ibiza, die ohne Genehmigung als Ferienunterkunft vermietet wurde, droht eine Geldstrafe von 59.500 Euro. Das freistehende Haus liegt in ländlicher Umgebung in der Gemeinde Santa Eulària des Riu und wurde laut Angaben der Gemeinde über eine digitale Plattform angeboten.

Der Fall kam nach einer Kontrolle durch die örtliche Polizei am 13. Juli 2025 ans Licht. Einen Tag später folgte ein ergänzender Bericht. Daraus ging hervor, dass das Haus im Sommer als touristische Unterkunft angeboten wurde.

Die Beamten beschlossen, das Haus zu inspizieren, und trafen dort einen Touristen an, der bestätigte, dass er das Haus für vier Nächte, vom 13. bis einschließlich 17. Juli, gebucht hatte. Dafür hatte er einen Gesamtbetrag von 1.056 Euro bezahlt. Laut den Unterlagen der Gemeinde war das Haus möglicherweise auch auf anderen Vermietungsplattformen zu finden.

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Die Wohnung befindet sich auf sogenanntem „suelo rústico común“, einem ländlichen Gebiet, in dem touristische Vermietung unter bestimmten Bedingungen möglich sein kann. Dazu ist jedoch eine Eintragung in das Register für touristische Aktivitäten erforderlich. Laut dem Rechtsgutachten der Gemeinde fehlte eine Genehmigung. Damit lag eine Umwandlung der Wohnnutzung in touristische Nutzung ohne gültige Genehmigung vor.

Die vorgeschlagene Geldstrafe fällt in die mittlere Kategorie des balearischen Stadtplanungsgesetzes. Dieses Gesetz knüpft die Höhe der Sanktion an den Wert des Gebäudes. In diesem Fall beträgt sie 32,5 Prozent davon.

Santa Eulària bestätigte zudem eine zweite Sanktion. Diesmal für eine Wohnung in der Zone Es Coloms, ebenfalls in ländlicher Lage. Hier wurde der Eigentümer von der Verantwortung freigestellt, doch die Person, die die Unterkunft gewerblich anbot, musste eine Geldstrafe von 46.361,60 Euro zahlen.

Auch dort begann der Fall mit einer Polizeikontrolle. Am 25. Mai 2025 wurde festgestellt, dass die Wohnung über Airbnb vermietet wurde. Beamte überprüften eine Buchung für eine Nacht zum Preis von 160 Euro. Dabei sollen auch Dienstleistungen angeboten worden sein, die zu einer touristischen Vermietung gehören, wie saubere Handtücher und Zimmerservice.

Nicht nur auf Ibiza wird strenger gegen illegale touristische Vermietungen vorgegangen. Auch Gemeinden auf Mallorca, Menorca und Formentera gehen häufiger gegen Wohnungen vor, die ohne Genehmigung an Touristen angeboten werden. Der Consell von Ibiza investiert Millionen aus der Touristensteuer, der sogenannten Ecotasa, in zusätzliche Inspektoren, Kontrollen und Durchsetzung. Neben illegal angebotenen Apartments und Villen wird auch der Vermietung von Wohnmobilen, Wohnwagen und sogar Zelten mehr Aufmerksamkeit geschenkt.

Ein wichtiger Bestandteil der Strategie ist die Zusammenarbeit mit großen Vermietungsplattformen wie Airbnb und Booking.com. Durch die schnellere Entfernung von Anzeigen ohne gültige Registrierungsnummer will Ibiza das illegale Angebot eindämmen, bevor Touristen tatsächlich buchen. Nach Angaben des Inselrats sind seit Juli 2024 bereits Tausende illegaler Anzeigen von den Plattformen verschwunden.

Quelle: Agenturen