In einer Welt, in der viele ihren Urlaub mit möglichst viel Aktivität und Sightseeing vollpacken, zeigen wissenschaftliche Studien, dass ein Mittelweg aus Ruhe und leichter Bewegung oft die effektivste Erholung bringt. Besonders Aktivitäten wie Wandern und Lesen tragen dazu bei, die körperliche und geistige Regeneration zu fördern, ohne den Körper zu überfordern oder ihn in einen Energiesparmodus zu versetzen.
Forschungen, unter anderem veröffentlicht in „Frontiers in Psychology“, belegen, dass vollständige Inaktivität im Urlaub, wie stundenlanges Liegen auf dem Liegestuhl, paradoxerweise zu mehr Müdigkeit führt. Der Blutkreislauf verlangsamt sich, Muskeln versteifen, und die Stimmung kann sinken. Das Gehirn benötigt jedoch beständige, aber sanfte Reize, um vom Arbeitsstress abzuschalten. Spaziergänge, Gartenarbeit oder das Lesen eines Buches aktivieren die Sinne und sorgen für eine angenehme geistige Beschäftigung, ohne Stress zu erzeugen.
Neuropsychologische Erkenntnisse zum sogenannten „descanso activo“ (aktive Erholung) zeigen, dass kleine Dosen Bewegung die Sauerstoffversorgung des Gehirns verbessern und so die Trägheit verringern. Gleichzeitig wird durch das Lesen das Gehirn auf angenehme Weise stimuliert, indem es Bereiche aktiviert, die im Alltag oft ungenutzt bleiben. Diese Form der Entspannung hält das Gehirn fit und entspannt zugleich, ohne das Gefühl einer Verpflichtung wie bei straffen Urlaubsplänen.
Andererseits kann ein zu voller Urlaub mit vielen Ausflügen und Aktivitäten den Körper überfordern, da keine wirkliche Erholung vom Alltagsstress möglich ist. Ein ausgewogenes Urlaubsprogramm, das Wandern und Lesen kombiniert, bietet daher eine nachhaltige Möglichkeit, Körper und Geist gleichermaßen zu regenerieren und erfrischt und belebt in den Alltag zurückzukehren.
Quelle: Agenturen





