Die Weltorganisation für Meteorologie hat eine eindringliche Warnung herausgegeben: El Niño steht vor der Tür – und möglicherweise sogar ein besonders starkes Phänomen, genannt Super-El-Niño. Diese Ankündigung sorgt weltweit für Besorgnis, auch auf Mallorca, wo viele Menschen wissen möchten, welche Folgen dieses Klimaphänomen haben könnte.
El Niño beschreibt eine natürliche Erwärmung der tropischen Pazifikgewässer, die globale Wetterveränderungen auslöst. Dazu gehören häufigere und intensivere Extreme wie heftige Regenfälle oder Dürren. Im Gegensatz dazu steht La Niña, bei der sich die Pazifikgewässer abkühlen. Experten schätzen die Wahrscheinlichkeit eines El-Niño-Ereignisses in den kommenden Monaten auf etwa 90 Prozent. Besonders ungewöhnlich ist dabei die Ausbreitung einer riesigen Masse warmen Wassers unter der Meeresoberfläche, die auf ein Super-El-Niño hindeuten könnte.
Der ehemalige Vertreter der staatlichen Wetterbehörde auf den Balearen, Agustín Jansà, erklärt jedoch, dass ein heißerer Sommer auf Mallorca nicht zwangsläufig die Folge sein muss. Frühere El-Niño-Jahre wie 2016 und 2023 waren nicht automatisch die heißesten Sommer. Regionale Wetterlagen, wie die skandinavische Oszillation, spielen hier eine ebenso wichtige Rolle. Jansà weist darauf hin, dass El Niño zur globalen Erwärmung beitragen und möglicherweise neue Hitzerekorde weltweit auslösen kann, ohne dass diese Effekte überall gleich stark spürbar sind.
Auch die Aemet betont, dass El Niño zwar weltweit verheerende Auswirkungen haben kann, der direkte Einfluss auf Spanien und die Balearen jedoch meist begrenzt ist. Dennoch könnte die globale Erwärmung die Effekte verstärken, weshalb ein insgesamt wärmerer Sommer in Spanien erwartet wird – allerdings nicht ausschließlich wegen El Niño.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass El Niño ein komplexes und global relevantes Phänomen ist, dessen Auswirkungen regional unterschiedlich ausfallen können. Für Mallorca bedeutet das, dass man wachsam bleiben sollte, aber nicht unbedingt mit extremen Sommerbedingungen rechnen muss. Die Kombination aus natürlichen Klimaphänomenen und menschgemachter Erwärmung bleibt eine Herausforderung, die weiterhin sorgfältig beobachtet werden muss.
Quelle: Agenturen





