„Super-El-Niño“: Herausforderungen für Spaniens Herbstwetter

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In diesem Herbst 2026 treffen zwei ungewöhnliche Wetterphänomene aufeinander, die das Risiko für extremes Wetter in Spanien deutlich erhöhen: rekordwarme Mittelmeer- und Atlantikwassertemperaturen sowie ein besonders starkes El-Niño-Ereignis. Diese Kombination könnte zu heftigen Niederschlägen und möglicherweise zu neuen Extremwetterlagen wie der „Dana“ von 2024 führen.

Das Mittelmeer erreichte in diesem Sommer mit bis zu 33,02 Grad bei Mallorca die höchsten Wassertemperaturen, die je in spanischen Gewässern gemessen wurden. Auch vor der Küste Valencias lagen die Temperaturen um gut 4 Grad über dem Durchschnitt. Diese Wärme dringt nicht nur an der Oberfläche, sondern auch in tiefere Wasserschichten ein, was die Verdunstung und damit die Feuchtigkeit in der Luft erhöht – eine wichtige Voraussetzung für intensive Regenfälle.

Allerdings reicht warmes Meerwasser allein nicht aus, um starke Niederschläge auszulösen. Entscheidend ist ein starker Temperaturunterschied zwischen der warmen Meeresoberfläche und kalter Luft in großer Höhe. Dieser vertikale Temperaturkontrast macht die Atmosphäre instabil und kann schwere Gewitter entfachen, besonders wenn feuchte Luft an Gebirgsketten wie entlang der spanischen Mittelmeerküste aufsteigt.

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Zusätzlich warnt das britische Met Office vor dem stärksten El-Niño seit dem 19. Jahrhundert, mit einer Prognose für eine Meeresoberflächentemperatursteigerung um bis zu 4 Grad im tropischen Pazifik. Historisch betrachtet fiel ein starkes El-Niño-Ereignis 1983 mit schweren Überschwemmungen in Nordspanien zusammen, was auf mögliche Parallelen hindeutet.

Das spanische Wetterinstitut AEMET relativiert den Einfluss von El Niño auf das spanische Klima, betont jedoch, dass eine starke Episode zu einem feuchteren Herbst oder einem früheren Winter führen könnte. Für die kommenden Monate werden allgemein höhere Temperaturen und eine erhöhte Niederschlagswahrscheinlichkeit prognostiziert – besonders entlang der Küstenregionen und Flussgebiete, die ins Mittelmeer münden.

Experten mahnen zur Vorsicht bei voreiligen Prognosen und empfehlen, sich auf offizielle Warnungen von AEMET und internationalen Wetterdiensten zu verlassen. Die genaue Entwicklung lässt sich erst kurz vor dem Eintreten starker Regenfälle sicher vorhersagen. Deshalb ist es wichtig, dass Gemeinden und staatliche Stellen bereits jetzt Vorbereitungen treffen, etwa Evakuierungspläne und Hochwasserkarten zu erstellen.

Zusammengefasst ist die Kombination aus rekordwarmen Meeren und einem starken El Niño ein Warnsignal für mögliche extreme Wetterereignisse in Spanien, aber keine Garantie für eine Katastrophe. Wachsamkeit und gute Vorbereitung sind in diesem Herbst entscheidend, um den Herausforderungen durch potenziell heftige Regenfälle bestmöglich zu begegnen.

Quelle: Agenturen