Die Generaldirektion für Soziales hat die sogenannten Lebensmittelkarten an 8.376 Menschen in prekären Lebenssituationen über das Spanische Rote Kreuz verteilt, das für den Zeitraum 2025–2028 mit der Verwaltung des ESF+-Programms für grundlegende materielle Unterstützung in Höhe von insgesamt 12,7 Millionen Euro beauftragt wurde.
Diese Begünstigten entsprechen 2.503 Haushalten. Aufgeschlüsselt nach Inseln richtet sich die Karte an 7.228 bedürftige Personen auf Mallorca, 892 auf Menorca und 256 auf Ibiza. Dies entspricht 2.227 Familien auf Mallorca, 191 auf Menorca und 85 auf Ibiza, wie das Ministerium für Familie, Soziales und Pflege in einer Pressemitteilung mitteilte.
Das aus dem Europäischen Sozialfonds Plus (ESF+) finanzierte Programm zielt darauf ab, Menschen und Familien in prekären Lebenssituationen auf allen Inseln mit Lebensmitteln und Grundbedarfsgütern zu versorgen. Eine der Voraussetzungen, die die Empfänger erfüllen müssen, ist, dass es sich um Familien mit unterhaltsberechtigten Kindern handelt.
Die Nutzer können mit ihrer Karte Lebensmittel, Hygieneartikel und andere Güter erwerben, die unter die sogenannte materielle Grundversorgung fallen. Auf den Balearen können die Karten in den Supermärkten der Ketten Alcampo, Carrefour und Eroski verwendet werden, die die entsprechenden Bedingungen erfüllten. Die Nutzer entscheiden selbst, in welcher der Ketten sie ihre Karte einsetzen möchten.
Zusätzlich zu den Karten führt das Rote Kreuz begleitende Maßnahmen für die Nutzer durch. Dabei handelt es sich um ein Gespräch bei der Aushändigung der Karte und ein weiteres nach einigen Monaten zur Nachbetreuung.
Auf diese Weise wird ein individueller Plan erstellt, eine auf soziale Inklusion ausgerichtete Betreuung gewährleistet, die Nutzer über die ihnen zur Verfügung stehenden Ressourcen informiert und gegebenenfalls an diese weitergeleitet; sie erhalten unter anderem psychologische und emotionale Unterstützung, Fortbildungen sowie Hilfe bei der sozialen und beruflichen Eingliederung.
Seit Dezember 2023, so heißt es, hat das Ministerium rund sechs Millionen Euro für Ausschreibungen an Organisationen bereitgestellt, die Ernährungsprojekte durchführen, damit diese auch jene Menschen erreichen, die keinen Anspruch auf das Lebensmittelkartenprogramm haben, weil sie keine minderjährigen Kinder zu versorgen haben.
Es handelt sich um Beihilfen für Organisationen, die Lebensmittelverteilung, -ausgabe und Sozialküchen betreiben; diese werden mit 2,29 Millionen Euro finanziert (davon 1,15 Millionen aus den 0,7 Prozent der Einkommensteuer und 1,13 Millionen aus Eigenmitteln der Regionalregierung). Diese Fördermittel, die für die Jahre 2024 und 2025 für die Organisationen bestimmt sind, kommen zu den im Dezember 2023 bewilligten 1,6 Millionen hinzu, die ebenfalls bis 2025 umgesetzt werden sollen.
Hinzu kommen die Fördermittel für Programme zur Ernährungssicherung, die die Regionalregierung in diesem Jahr veröffentlicht hat und die sich aus 500.000 Euro zur Linderung der Auswirkungen des Konflikts im Nahen Osten auf die am stärksten gefährdeten Menschen sowie aus 1,34 Millionen Euro aus den Einnahmen der 0,7-Prozent-Abgabe auf die Einkommensteuer zusammensetzen.
Quelle: Agenturen





