Der Preis für ein Barrel Brent-Öl mit Lieferung im Juli ist am Mittwoch (06.05.2026) um etwas mehr als 6 % auf 102,8 Dollar gefallen, nachdem laut dem Medium Axios bekannt wurde, dass die Vereinigten Staaten und der Iran kurz davor stehen, eine Vereinbarung zur Beendigung des Krieges zu unterzeichnen.
Kurz vor 11.00 Uhr (9.00 Uhr GMT) wurde der genannte Bericht bekannt, in dem US-Beamte angaben, das Weiße Haus glaube, kurz vor einer Einigung mit dem Iran „über ein einseitiges Memorandum of Understanding“ zu stehen, mit dem der Krieg beendet und ein Rahmen für die Atomverhandlungen geschaffen werden könnte.
Nach Veröffentlichung dieser Information ist der Preis für Brent, die europäische Referenzsorte für Rohöl, eingebrochen. Nach Angaben von Bloomberg, die von EFE zusammengetragen wurden, verlor der Preis um 11.30 Uhr (9.30 Uhr GMT) 6,43 % auf 102,80 Dollar, obwohl er wenige Minuten zuvor ein Tief von 102,52 Dollar erreicht hatte.
Brent hatte bereits am Vortag stark zugelegt, um fast 4 %, angesichts des größeren Optimismus am Markt aufgrund des Abklingens der Spannungen im Nahen Osten, da die USA beschlossen hatten, die am Montag gestartete Militäroperation zur Eskortierung von Schiffen in der Straße von Hormus auszusetzen, mit dem Ziel, ein Friedensabkommen mit dem Iran zu erreichen.
US-Präsident Donald Trump kündigte die Aussetzung der Operation „Project Freedom“ an, die auf Wunsch Pakistans ins Leben gerufen worden war, um den Schiffsverkehr durch den Schmalpass militärisch zu sichern. Trump versicherte, die Entscheidung sei eine Reaktion auf „erhebliche Fortschritte in Richtung eines Abkommens“ mit dem Iran.
US-Außenminister Marco Rubio versicherte ebenfalls, dass die am 28. Februar gestartete Offensive gegen Teheran beendet sei und eine neue Phase mit einer „defensiven“ Operation begonnen habe, die darauf abziele, die Schifffahrt durch den Schmalpass von Hormus zu erleichtern. Genau wie Brent bricht auch das texanische Rohöl (WTI) derzeit um 7,20 % ein und notiert bei 95,19 Dollar pro Barrel. TTF-Erdgas, die Referenz in Europa, fällt um 8,29 % auf 43,12 Euro pro Megawattstunde.
Quelle: Agenturen





