Refugios Climáticos: Spaniens Antwort auf die Extremhitze

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Angesichts immer häufiger auftretender Hitzewellen rüsten sich spanische Städte mit sogenannten refugios climáticos, klimatisierten Zufluchtsorten, um ihre Bevölkerung vor den gesundheitlichen Gefahren extremer Hitze zu schützen. Diese kostenfreien und barrierefreien Räume bieten dringend notwendige Abkühlung gerade für besonders gefährdete Gruppen wie ältere Menschen.

Die Idee hinter einem refugio climático ist simpel und effektiv: Bereits vorhandene öffentliche Gebäude wie Bibliotheken, Nachbarschaftszentren, Museen oder Sporthallen werden an besonders heißen Tagen geöffnet und auf eine angenehme Temperatur von etwa 26 bis 27 Grad gekühlt. Zusätzlich stellen sie Trinkwasser und Sitzgelegenheiten bereit. Dabei sind die Orte so gewählt, dass sie fußläufig erreichbar sind, um besonders in dicht bebauten Stadtvierteln, wo Asphalt und Beton die Hitze speichern, schnelle Hilfe zu ermöglichen.

Barcelona ist mit über 500 solcher Zufluchtsorte in diesem Sommer Vorreiter. Dort hat fast jeder Einwohner einen klimatisierten Ort in weniger als zehn Minuten zu Fuß erreicht. Auch andere Städte wie Zaragoza, Valladolid und Jerez de la Frontera bauen ihre Netzwerke aus, öffnen zahlreiche städtische Gebäude und schaffen neue Schattenplätze im Freien für besonders gefährdete Personen.

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Während das Konzept in Spanien an Bedeutung gewinnt, sind noch nicht alle Provinzhauptstädte abgedeckt. Die Zentralregierung plant daher ein landesweites Netzwerk, das staatliche Gebäude öffnet und gezielt benachteiligte Stadtteile unterstützt. Dieses Engagement ist Teil eines umfassenden Klimapakts, der auf die wachsenden Herausforderungen des Klimawandels reagiert.

Refugios climáticos zeigen, wie Städte pragmatisch und bürgernah auf die Folgen der Erderwärmung reagieren können – ein Ansatz, der auch außerhalb Spaniens erste Nachahmer findet. Sie sind ein bedeutender Schritt, um Lebensqualität und Gesundheit im urbanen Raum trotz steigender Temperaturen zu sichern.

Quelle: Agenturen