Die spanische Automobilindustrie erlebt derzeit einen bedeutenden Wandel. China investiert massiv in den spanischen Automobilsektor, was sowohl Chancen als auch Herausforderungen mit sich bringt.
Einerseits entstehen neue Arbeitsplätze und ein potenziell größeres Angebot an erschwinglichen Elektroautos. Andererseits könnte der zunehmende Wettbewerb etablierte europäische Hersteller unter Druck setzen.
Spanien profitiert von niedrigeren Energiekosten, einem guten Zulieferernetzwerk und flexiblen Arbeitsbedingungen, was das Land für chinesische Investoren attraktiv macht. Es bleibt abzuwarten, ob alle geplanten Fabriken tatsächlich realisiert werden, aber Spanien positioniert sich als wichtiger Akteur in der europäischen Automobilindustrie.
Spanien liegt mit fast 2,3 Millionen produzierten Fahrzeugen im Jahr 2025 auf Platz zwei in Europa und weltweit auf Platz neun. Das macht das Land attraktiv als Sprungbrett für den Rest des Kontinents. Die Fachzeitschrift Autobild.es skizziert, wie sich dies in der Praxis auswirkt.
SAIC Motor, Eigentümer der Marke MG, führt Verhandlungen mit der Xunta de Galicia (der galicischen Regionalregierung) über ein neues Werk. Als Standorte werden der Industriepark Plisan bei Pontevedra und die Hafenstadt Ferrol genannt.
Changan, das gerade zwei Elektro-SUVs in Spanien auf den Markt gebracht hat, prüft ein Werk in Aragón – in der Nähe der zukünftigen Gigafabrik des Batterie-Giganten CATL, die eine Investition von mehr als 4,1 Milliarden Euro ausmacht.
Leapmotor wird bereits im August 2026 die Produktion im Stellantis-Werk in Figueruelas bei Zaragoza aufnehmen, mit einer geplanten Kapazität von 40.000 Elektroautos pro Jahr.
Quelle: Agenturen





