Die spanische Wasserversorgung steht oft im Fokus, besonders die Füllstände der Stauseen. Während die Situation aktuell entspannt scheint, gab es 2025 noch erhebliche Probleme und Restriktionen, vor allem in Katalonien und Andalusien. Doch es gibt ein paradoxes Problem: Viele Stauseen wurden mit großem Aufwand gebaut, werden aber nie genutzt, weil die notwendigen Leitungen fehlen.
Die Website Xataka beleuchtete kürzlich einige dieser Fälle. Ein Beispiel ist der Stausee von Siles in Jaén, der 2015 mit einer Investition von 57 Millionen Euro fertiggestellt wurde. Er hat eine Kapazität von 30 Kubikhektometern, genug, um die Landwirtschaft in der Sierra del Segura zu bewässern. Aber seit zehn Jahren fließt kein Tropfen, da keine Zuleitungen gebaut wurden.
Ähnliche Fälle gibt es bei der presa de Rules in Granada, Alcolea in Huelva und Mularroya in Zaragoza. Das Problem liegt in der Finanzierung und Zuständigkeit. Der Zentralstaat finanziert die Staudämme, aber die regionalen Netze sind Sache der autonomen Regionen oder Gemeinden.
Uneinigkeiten über die Kostenverteilung führen zu Verzögerungen, verfallenen Genehmigungen und Gerichtsverfahren. Dies betrifft nicht nur die Landwirtschaft, die unter Bewässerungsproblemen leidet, sondern auch Einwohner und Touristen, die mit höheren Wasserpreisen und Einschränkungen konfrontiert sind. Obwohl die Mehrheit der spanischen Stauseen genutzt wird, bleibt die ungenutzte Kapazität ein Problem, das durch politische und administrative Hürden verursacht wird.
Quelle: Agenturen




