Der Sommer in Spanien beginnt in diesem Jahr mit einer außergewöhnlichen Hitzewelle, die das ganze Land erfasst und für Temperaturen von bis zu 44 Grad sorgt. Der spanische Wetterdienst AEMET hat für fast das gesamte Festland eine Alarmstufe Rot ausgerufen, die höchste Warnstufe, um die Bevölkerung vor der intensiven Hitze zu schützen.
Am 21. Juni, dem offiziellen Sommerbeginn, erreicht eine heiße Luftmasse aus Afrika zusammen mit intensiver Sonneneinstrahlung Spitzenwerte von 42 bis 44 Grad in den Flusstälern Ebro, Tajo, Guadiana und Guadalquivir.
Selbst im Landesinneren des Baskenlandes werden Temperaturen um die 40 Grad erwartet. Insgesamt sind zehn autonome Regionen mit der zweithöchsten Warnstufe Orange belegt, darunter Galicien, Asturien, Kantabrien, die nördliche Hochebene und die Balearen. Die Hitzewelle wird voraussichtlich mindestens bis zum 24. Juni anhalten, bevor die Temperaturen langsam wieder sinken.
Die langanhaltende Hitze führt zu sogenannten Tropennächten, in denen das Thermometer nachts kaum unter 20 bis 24 Grad fällt und somit kaum Abkühlung bietet. Besonders an der Küste und in südlichen Städten bedeutet dies eine große Belastung für Körper und Schlaf. Der Trend zu immer mehr heißen Tagen zeigt sich deutlich: Zwischen 2016 und 2025 wurden 221 Rekorde für heiße Tage verzeichnet, während nur sieben für kalte Tage gemessen wurden.
Zusätzlich steigt die Brandgefahr durch die Kombination aus Trockenheit und Hitze dramatisch an. Am Höhepunkt der Gefahr am 24. Juni sind etwa 1.650 Gemeinden betroffen. Frühere Brände, wie der verheerende Waldbrand bei Huelva, unterstreichen die Dringlichkeit von Vorsichtsmaßnahmen, etwa das Entfernen brennbaren Materials in der Nähe von Häusern und das schnelle Melden bei Rauchentwicklung.
Diese erste Hitzewelle des Sommers zeigt eindrucksvoll, wie stark Wetterphänomene durch Klimaveränderungen beeinflusst werden können und welche Herausforderungen sie für Bevölkerung, Umwelt und Infrastruktur mit sich bringen. Ein bewusster Umgang mit der Hitze und entsprechende Schutzmaßnahmen sind in den kommenden heißen Tagen unerlässlich.
Quelle: Agenturen




