Strand Leocadio Machado auf Teneriffa wegen Fäkalbakterien gesperrt

Lesedauer des Artikels: ca. 2 Minuten -

Der beliebte Strand Leocadio Machado in El Médano, im Süden von Teneriffa, ist seit dem 7. Juli vorübergehend für Schwimmer gesperrt. Grund dafür sind erhöhte Konzentrationen des Bakteriums Escherichia coli (E. coli), das auf fäkale Verschmutzung hinweist. Die Gemeinde Granadilla de Abona reagierte umgehend mit einer offiziellen Schließung und hängte die rote Flagge, die vor dem Baden warnt.

Die Wasseranalysen zeigten, dass nur dieser Strand betroffen ist, während die übrigen Strände der Gemeinde weiterhin als sicher gelten. Um die Situation genau zu überprüfen, werden zeitnah neue Wasserproben entnommen, und sobald die Werte wieder unbedenklich sind, wird der Strand geöffnet. Bis dahin gilt die dringende Bitte, die Anweisungen der Rettungskräfte zu befolgen und nicht ins Wasser zu gehen.

Für die Bewohner von El Médano ist die Verschmutzung kein neues Thema. Die Gemeinde kämpft seit Jahren mit periodischer Belastung durch Abwasser, das über die Kanalisation ins Meer gelangt. Trotz Kläranlagen wird das Abwasser häufig durch Meeresströmungen wieder an die Küste getragen, was zu möglichen Gesundheitsrisiken beim Baden führt. Die Anwohner drückten ihren Unmut mit Protesten und Slogans aus, die auf die Problematik aufmerksam machen.

Lesetipp:  Menschenmassen bei den „No Kings”-Kundgebungen gegen Trump
--|- Bitte beachten Sie unsere Anzeigenpartner! -|-- Zeitreise in die 1980er Jahre mit Gustav Knudsen

Die Problematik ist nicht auf diesen Strand begrenzt: Auf Teneriffa gibt es über 400 Stellen, an denen Abwasser ins Meer geleitet wird, davon sind mehr als die Hälfte ohne offizielle Genehmigung. Dies hat bereits zu einer Verurteilung Spaniens durch den Europäischen Gerichtshof geführt, da die Abwasserreinigung unzureichend ist. Besonders betroffen sind neben El Médano auch andere Gebiete wie Acorán, Añaza und Santa Cruz.

Touristen und Bewohner werden angehalten, die Mitteilungen der Gemeinde aufmerksam zu verfolgen und die Strandflaggen zu beachten. Die rote Flagge signalisiert deutlich: Kein Schwimmen, um gesundheitliche Risiken zu vermeiden. Nur durch verantwortungsbewusstes Verhalten lässt sich die Sicherheit am Strand gewährleisten, bis die Wasserqualität wieder den Standards entspricht.

Quelle: Agenturen